Belek - Am Tag nach dem Testspiel-Doppelpack lässt es Borussia Mönchengladbach ruhig angehen. Zwei Läufe à 15 Minuten und Dehnübungen standen für die Mannschaft, bei der fast jeder Akteur 90 Minuten in den Knochen hatte, auf dem Programm.

Die Torhüter trainierten normal. Raffael und Alvaro Dominguez, die am Dienstag beim 2:3 gegen den SV Werder Bremen beziehungsweise beim 2:4 gegen Genclerbirligi Ankara nicht zum Einsatz gekommen waren, absolvierten ein individuelles Training mit Physiotherapeut Andreas Bluhm. Nico Brandenburger, der in den vergangenen Tagen wegen einer Sehnenreizung unter dem Fuß aussetzte, war bei den Läufen ebenso wieder dabei, wie auch Thorgan Hazard, der seine Achillessehnenreizung ausgestanden hat. Kapitän Filip Daems, der im Spiel gegen Werder Bremen mit Rückenbeschwerden ausgewechselt werden musste, wurde im Hotel behandelt.

Gute Stimmung nicht getrübt

Die Ergebnisse der Testspiele konnten dabei die allgemein gute Stimmung in der Fohlenelf nicht trüben. Das merkte man schon direkt nach dem Spiel gegen Genclerbirligi, als Christoph Kramer, der den Ball beim Freistoß von Marlon Ritter zum zwischenzeitlichen 2:3 noch ganz leicht berührt hatte, frotzelte: "Das war ein ganz tolles Tor von mir." Thorben Marx, für den es wohl das letzte Trainingslager seiner Karriere ist, ordnete die Partie gegen den türkischen Erstligisten ein: "Ich denke, wir haben trotz der Niederlage ganz ordentlich gespielt, auch wenn wir natürlich den ein oder anderen Fehler drin hatten. Ich fand es auf jeden Fall gut, mal wieder 90 Minuten auf dem Platz zu stehen. Ich genieße alle Spiele, die ich jetzt noch mitnehmen kann, auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war."

Auch Verteidiger Oscar Wendt fand, dass man "phasenweise guten Fußball gezeigt" hatte, auch wenn "der letzte Pass zu oft nicht ankam". Das lag nach Meinung des Schweden auch daran, dass nach anstrengenden Tagen in Belek "der Akku leer" ist. Von daher seien die Ergebnisse zwar nicht top, aber auch nicht weiter schlimm.

Der 33-jährige Marx, der nach dieser Saison seine Karriere nach jetzigem Stand beenden will, weiß auch, dass Ergebnisse von Testspielen kaum Aussagekraft haben. Nach insgesamt sieben Gegentoren in zwei Testspielen von einem Abwehrproblem zu sprechen, ging dem Routinier aber eindeutig zu weit: "Nein, zwar ist eigentlich jedes Gegentor eines zuviel, aber man muss auch bedenken, dass wir im Trainingslager sind. Die Beine sind schwer, wir haben viel gemacht in diesen Tagen. Man sollte das jetzt nicht zu hoch hängen."