Thomas Strunz, Europameister von 1996, sieht Deutschland in der Favoritenrolle
Thomas Strunz, Europameister von 1996, sieht Deutschland in der Favoritenrolle

Strunz: "Deutschland ist der Topfavorit"

Köln - Am Sonntag (12. Juni / 21:00 Uhr) greift die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Frankreich ins Turniergeschehen ein. In ihrem ersten Gruppenspiel bekommt es die Elf von Bundestrainer Joachim Löw mit der Ukraine zu tun. Im Interview mit bundesliga.de spricht Thomas Strunz, Europameister von 1996, über die Favoritenrolle Deutschlands, das Comeback von Mario Gomez und den Auftaktgegner.

"Für mich ist Gomez ein gesetzter Spieler"

bundesliga.de: Herr Strunz, am Freitag geht die Europameisterschaft los. Wie groß ist Ihre Vorfreude auf das EM-Turnier?

Thomas Strunz: Ich freue mich, wenn die Spiele losgehen. Jetzt wird diskutiert, was passieren könnte und wer die Favoriten sind. Ich glaube, dass Deutschland der Topfavorit ist. Auch der Ausfall von Antonio Rüdiger oder die Verletzung von Mats Hummels ändern nichts an meiner Einschätzung. Ich denke, dass wir als Weltmeister auch psychologisch einen Vorteil haben. Deshalb bin ich guter Dinge, dass wir auch bei der Europameisterschaft erfolgreich sein werden.

bundesliga.de: Wo könnte die deutsche Mannschaft Probleme bekommen? Wirkt die Defensive auf Sie stabil? Wie gefährlich ist die Anfälligkeit bei gegnerischen Standards?

Strunz: Wenn wir unser Offensivpotenzial, was ohne Zweifel zu den besten der Europameisterschaft gehört, mit einem kompakten Defensivverhalten in Einklang bringen, wird es sehr schwer für die Gegner, gegen uns zu gewinnen. Das wissen auch die anderen Mannschaften. Die letzten Länderspiele waren vielleicht gar nicht mal so schlecht, weil der Bundestrainer nun die Möglichkeit hat, an Beispielen zu zeigen, wie man eben nicht verteidigen sollte, wenn man viel Ballbesitz hat. Deswegen bin ich sehr optimistisch, dass die letzten Tage vor dem ersten Spiel genutzt werden, um genau dieses kompakte Umschalten nach Ballverlust im Offensivbereich einzuüben.

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