Thomas Schaaf (l.) feierte als langjähriger Werder-Trainer zusammen mit seinem damaligen Spieler Viktor Skripnik das Double, nun standen sie sich als Konkurrenten gegenüber
Thomas Schaaf (l.) feierte als langjähriger Werder-Trainer zusammen mit seinem damaligen Spieler Viktor Skripnik das Double, nun standen sie sich als Konkurrenten gegenüber
Bundesliga

Schaaf: Adler auf der Brust - Werder-Raute im Herzen

Bremen - Seit seiner Jugend gehörte die Werder-Raute 41 Jahre lang zum Outfit von Thomas Schaaf. An drei der vier Meistertitel (einen als Spieler/zwei als Trainer) und fünf von sechs DFB-Pokalsiegen (2/3) in der Vereinsgeschichte der Grün-Weißen war der 54-Jährige beteiligt, bevor er 2013 den Club verließ.

Keine Geschenke für den Ex

Allein 263 Mal war er für die Hanseaten in der Bundesliga am Ball, 479 Mal betreute er sie im Oberhaus als Trainer.
Am Samstag kam Schaaf nach Hause. Nachdem die Mannschaft gefeiert worden war, die vor 50 Jahren den ersten Meistertitel an die Weser geholt hatte, Schaaf war gerade mal vier Jahre alt, betrat der 54-Jährige um 15:28 das Weserstadion - und ein Orkan brach los. Die Fans feierten ihren Ehemaligen - Gänsehaut-Atmosphäre.

Jeden Spieler auf der Werder-Bank klatschte Schaaf ab, herzlich Umarmungen gab es für seinen Werder-Kollegen Viktor Skripnik sowie dessen Co und seinen Ex-Kapitän Torsten Frings. Hätte nur gefehlt, dass er automatisch seinen alten Platz eingenommen hätte. "Es ist außergewöhnlich, dass ein Gäste-Trainer so herzlich empfangen wird", war Schaaf auf der Pressekonferenz sichtlich gerührt ().