Köln - Borussia Dortmund und der FC Bayern München duellieren sich schon zum Saisonbeginn um die Tabellenspitze der Bundesliga. Beide Mannschaften sind ähnlich überragend in die Spielzeit gestartet. Nach vier Siegen aus vier Spielen macht momentan nur die Tordifferenz den Unterschied.

Zwei Spieler haben am Torerfolg ihrer Clubs großen Anteil: Pierre-Emerick Aubameyang traf fünfmal für den BVB, Thomas Müller netzte sogar sechs Mal ein. Beide trafen an allen vier Spieltagen - das ist in dieser Saison keinem weiteren Spieler gelungen. Aubameyang traf saisonübergreifend sogar an den letzten sechs Spieltagen.

Rekordstart für Aubameyang

Aubameyang, der im Sommer 2013 zum BVB wechselte, stellte damit sogar einen Vereinsrekord ein. Nur der legendäre Lothar Emmerich hatte in der BVB-Geschichte zuvor nach vier Spieltagen fünf Treffer auf dem Konto. Gegen Leverkusen am 5. Spieltag könnte Aubameyang diesen Rekord noch toppen und den Dortmunder Vereinsrekord von sieben Bundesliga-Spielen in Folge mit Tor von Timo Konietzka einstellen.

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Der pfeilschnelle Gabuner, der eigentlich als Flügelflitzer geholt worden war, hat seinen Platz mittlerweile in der Sturmspitze gefunden. Trotz der eher dürftigen letzten Saison der Borussia stürmte Aubameyang mit 16 Toren bis auf Platz vier der Torjägerliste. Allein in der erfolgreicheren Rückrunde traf er elf Mal.

An diese Leistungen knüpfte der 26-Jährige auch gleich zu Beginn der neuen Spielzeit an, traf beim Saisonauftakt gegen Borussia Mönchengladbach und legte ein weiteres Tor vor. Am 4. Spieltag in Hannover schnürte Aubameyang seinen siebten Doppelpack, auch der zuvor letzte war ihm in Hannover gelungen.

Insgesamt kommt Aubameyang damit auf 34 Tore in der Bundesliga. 26 Tore markierte er mit rechts, vier mit links und vier per Kopf.

Seit zehn Jahren keiner so erfolgreich wie Müller

Thomas Müller bringt es bereits auf 77 Treffer in der Bundesliga - er ist aber auch schon seit 2008 für den FC Bayern erstklassig unterwegs. Neun Mal traf er mit dem Kopf, elf Mal mit links und 54 Mal mit rechts - und drei Mal mit dem Körper.

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Für Müller ist es an der Zahl der Tore gemessen der beste Saisonstart. Beim 5:0 Saisonauftakt gegen den Hamburger SV traf er doppelt, genau wie beim 3:0 gegen Bayer 04 Leverkusen. Gegen den FC Augsburg verwandelte er am letzten Spieltag in der 90. Minute einen Strafstoß zum 2:1 und sicherte den Bayern damit in letzter Minute den Dreier. Und überhaupt gelang es seit zehn Jahren keinem anderem Spieler mehr an den ersten vier Spieltagen sechs Tore zu schießen. Halil Altintop gelang das in der Saison 2005/06, er schaffte sogar sieben Treffer. Am Saisonende erreichte er mit 20 Toren Platz drei der Torschützenliste. Damals kam auch letztmals ein Führungsduo der Torschützenliste nach vier Spieltagen auf mehr Treffer als Müller und Aubameyang heute. Altintop hatte damals wie erwähnt sieben Treffer auf dem Konto, Roy Makaay kam auf sechs.

Gemeinsam haben Aubameyang und Müller ihre überragende Torquote, beide trafen in ihrer Bundesliga-Karriere mit jedem fünften Torschuss!

Ob das für die längste Torserie der Bundesligahistorie reicht? Davon sind beide Spieler erstmal noch ein gutes Stück entfernt. Rekordtorschütze Gerd Müller traf in der Saison 1969/70 schließlich in 16 Spielen hintereinander.