Utrecht - Borussia Dortmund bleibt in der Winterpause in der Erfolgsspur. gegen den FC Utrecht gab es im dritten Testspiel den dritten 1:0-Sieg.

16.000 Zuschauer, darunter gut 600 Fans aus Dortmund, lockte die Begegnung zwischen dem Tabellenelften der niederländischen Eredivisie und dem Siebzehnten der Bundesliga bei eisigen Temperaturen ins Stadion Galgenwaard. Und die sahen ein richtig gutes Spiel. Beim BVB fehlten neben den verletzten Bender, Kehl, Großkreutz und Mkhitaryan, dessen Rückkehr ins Mannschaftstraining zeitnah erwartet wird, auch Shinji Kagawa, Mkitch Langerak und Pierre-Emerick Aubameyang (so schlagen sich die Bundesliga-Stars beim Afrika-Cup).

Top-11 als Startformation

Taktik: 
Trotzdem konnte sich die Startformation von BVB-Coach Jürgen Klopp sehen lassen. Borussia agierte aus einer 4-2-3-1-Grundordnung mit Sahin und Gündogan auf der Doppelsechs. Blaszczykowski, Marco Reus und Kevin Kampl bildeten die offensive Dreierreihe.

Schnell wurde klar: Beide Mannschaften suchten den direkten Weg zum Tor, schalteten im Mittelfeld blitzschnell um und lieferten sich dabei ein temporeiches, rassiges Duell. Die Elf von Jürgen Klopp war sehr bemüht, das im Training Einstudierte im Wettkampf auf den Rasen zu bringen. Zahlreiche gelungene Pressing- und Gegenpressingaktionen prägten den Auftritt der Schwarzgelben, die mit hoher Laufbereitschaft in dieses Testspiel gingen. Beispielhaft dafür eine Szene aus der 31. Minute, als Piszczek auf der rechten Bahn dem Ball nachsetzte, weiterleitete zu Sahin, der aus 16 Metern abzog und Ruiter im Utrechter Tor zu einer Glanzparade zwang.

Sahin und Gündogan hatten zahlreiche gute Aktionen bei der Balleroberung und im Umschaltspiel. Eine Augenweide war zudem das Zusammenspiel zwischen Kevin Kampl und Reus. Der Neuzugang setzte jedem Ball nach, und Reus zeigte seine große Klasse nicht nur beim Führungstreffer, als er die Kugel durch die gegnerische Hälfte nach vorne trieb, im richtigen Moment in den richtigen Raum spielte. Kampl war zur Stelle und schob dem herausstürzenden Ruiter das Leder zum 0:1 durch die Beine (17.).

Nach vorne war das BVB-Spiel in Durchgang eins top, hinten gab es zwar den ein oder anderen Wackler, weil Utrecht ebenfalls sehr aggressiv agierte, insgesamt aber musste Weidenfeller nur einmal nach einer gefährlichen Hereingabe retten.

Viele Wechsel nach der Pause

Halbzeit zwei hatte – verständlich aufgrund der hohen Trainingsbelastung – nicht mehr die Intensität der vorangegangenen ersten 45 Minuten. Doch Reus, nun auf der linken Seite, und Co. hatten weiterhin richtig Spaß am Spiel, Dudziak brachte frischen Wind und Ramos hatte keine 60 Sekunden nach seiner Einwechselung bereits die erste starke Aktion. Sein Schuss ging knapp vorbei. Versuch Nummer zwei landete nach feiner Vorarbeit von Sahin am Lattenkreuz (53.).

Insgesamt wechselte der BVB zehn Mal. Allein Hummels blieb 90 Minuten lang auf dem Feld und sah von hinten, wie Ramos Kefkirs Hereingabe direkt aufs Tor brachte, doch Ruiter mit seiner zweiten Glanzparade an diesem Abend das 0:2 verhinderte (83.).

Aufstellung & Tore:
Weidenfeller (46. Alomerovic) – Piszczek (76. Burnic), Sokratis (46. Subotic), Hummels, Schmelzer (46. Dudziak) – Sahin (73. Kirch), Gündogan (61. Ginter) – Blaszczykowski (64. Passlack), Reus (68. Kefkir), Kampl (46. Jojic) – Immobile (46. Ramos)

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