Tolle Spielübersicht, stark im Zweikampf, strammer Rechtsschuss, gute Mischung aus Offensive und Defensive - die sportlichen Eigenschaften von Torsten Frings sind in Fußball-Deutschland bestens bekannt.

Torsten Frings ist eine der schillerndsten Figuren der Bundesliga. bundesliga.de hat Wissenswertes über den Bremer gesammelt.

Erfolge

Torsten Frings gewann drei Mal den DFB-Pokal (1999, 2005 und 2009), zwei Mal den Ligapokal (2004 und 2006) und wurde ein Mal Deutscher Meister (2005, mit dem FC Bayern München). 2002 wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft Vize-Weltmeister, 2006 Dritter der WM in Deutschland und 2008 Vize-Europameister. Außerdem stand er 2009 mit Werder Bremen im Finale des UEFA-Pokals und 2010 im DFB-Pokalfinale.

Verletzungen

Torsten Frings hat schon viel Zeit in Reha-Zentren verbracht. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück, wie beispielsweise ein Innenbandriss im rechten Knie Anfang 2008, der sogar den Einsatz zur EM gefährdete. Zur EURO war Frings allerdings wieder fit, zog sich aber im letzten Vorrundenspiel eine Rippenverletzung zu und musste im Viertelfinale gegen Portugal pausieren. Nach der Saison 2009/10 ließ sich Frings dann an der Leiste operieren. Während seiner Dortmunder Zeit riss Frings sich auch schon das Kreuzband - aus dieser Zeit stammen auch noch seine schwarz-gelben Krücken, die er immernoch benutzt und mit denen er sich auch schon in den Partytrubel des Bremer Freimarkts begeben hat.

"Lutscher"

Spitznamen gehören zum Fußball wie Torhüter und Zweikämpfe. Woher die Spitznamen kommen, wissen meist die wenigsten. Torsten Frings hört auch auf den Zuruf "Lutscher". Warum, erzählt er selbst: "Diesen Spitznamen habe ich Andy Herzog zu verdanken. Das war zu meiner ersten Bremer Zeit. Ich war 20 Jahre alt und ziemlich frech zu den älteren Spielern. Die Mannschaftskollegen haben ihn übernommen, und danach bin ich ihn nicht mehr losgeworden."

Alemannia Aachen

Torsten Frings und Werder Bremen - eine Verbindung zwischen Verein und Spieler, die ihresgleichen sucht. Doch den Start in die Fußballwelt machte Frings bei Alemannia Aachen. "Damals noch in der Regionalliga", erzählt der Mittelfeldspieler, der seine erste Station nicht vergessen kann: "Ich bin auch jetzt noch gerne bei Alemannia Aachen am Tivoli." Seine Karriere wird Frings jedoch bei Werder Bremen beenden: "Ich bin absoluter Bremer. Ich habe nicht vor, hier noch einmal wegzugehen, auch was mein späteres Leben betrifft", sagte Frings in einem Interview.

Die 22

Seit es in der Bundesliga feste Rückennummern gibt, trägt Torsten Frings - mit kurzer Unterbrechung - die 22. Mit besonderem Grund - am 22. November 1976 wurde Frings geboren. An einem 22. ist auch der Hochzeitstag des zweifachen Vaters. Außerdem eröffneten er und seine Frau Petra Mitte November 2009 das elegante Restaurant "XXII - Zweiundzwanzig" in Lilienthal. Petra Frings steht neben ihrem Bruder Andreas Richter in der Küche, wenn es hoch her geht.

Tattoos

Torsten Frings gehört zu den Bundesliga-Spielern mit den meisten Tätowierungen. "Ich bin fast schon süchtig nach Tattoos", gestand er in einem "BILD"-Interview. Arme, Brust und Rücken hat er sich schmücken lassen. Auf die Frage, was sein Rücken-Tattoo zu bedeuten habe, scherzte er: "Es ist der Auszug einer Speisekarte. Da steht: Ente süß-sauer - 7,99 Euro! In Wahrheit sind es unter anderem die Namen seiner Kinder und ihre Sternzeichen. Ein Kumpel aus Aachen, der mittlerweile ein Studio in Holland hat, ist der Tätowierer seines Vertrauens.

Waschbär

Torsten Frings Tierliebe ist bekannt. Hunde, Katzen, Pferde, Ponys - bei der Frings-Familie gab und gibt es immer noch das volle Programm. Dass allerdings auch ein Waschbär im Frings-Zoo zu Gast war, ist ungewöhnlich, aber wahr. "Das war damals alles total spontan. Ich habe in Berlin in der Zeitung gelesen, dass jemand Waschbärbabys anbietet, die handzahm und stubenrein sind. Ich habe mir also gedacht 'Hey, wieso eigentlich keinen Waschbär als Haustier?'" Als seine Frau schwanger wurde, musste sich der Bremer entscheiden: Das eine oder das andere Baby. Heute tollt der kleine Racker durch das Haus eines Freundes.

Hold'Em Poker

Die Bremer Fußball-Fans staunten nicht schlecht, als sie Torsten Frings am TV-Pokertisch mit Stefan Raab sahen. Als Stargast spielte der Mittelfeldspieler im April 2007 um den Hauptpreis und präsentierte sich als echten Kenner. Hier ein "Raise" im "Heads up" gegen Raab, da ein "Call" gegen Elton. Der Fußballprofi fiel dabei jedoch seinem Drang, immer wieder am Flop mit dabei sein zu wollen, zum Opfer. Als Fünfter gewann er aber immerhin 5.000 Euro.

Geländewagen

Der Autolieberhaber präsentierte während seiner Dortmunder Zeit einen Hummer H2. Er habe sich immer schon einen Geländewagen kaufen wollen, betont der Mittelfeldspieler auf seiner Homepage. "Und ich finde immer noch, dass es eine super Entscheidung war, denn das Auto fährt sich total klasse!" Auch wenn es "ein bisschen gewöhnungsbedürftig" sei und "für andere vielleicht protzig rüberkommt". Inzwischen hat Frings den Hingucker wieder verkauft.

Muhammad Ali

"Als wichtigste Person im Sport aller Zeiten", bezeichnete Torsten Frings den legendären Muhammad Ali. Die Willenskraft des Boxers hat Frings verinnerlicht und präsentiert diesen regelmäßig auf dem Fußballplatz. Als beste Fußballer nannte Frings übrigens "Kaka und Ronaldinho".