Zusammenfassung

  • Tatsuya Ito setzt sich gegen William und Panagiotis Retsos durch.

  • Im Endspurt der Saison wurde der Japaner zur unverzichtbaren Größe für den Hamburger SV.

  • Christian Titz: "Wenn er ins Dribbling geht, dann ist das für den Gegner nicht leicht zu verteidigen"

Frankfurt - Ihr habt gewählt: Tatsuya Ito gewinnt den Bundesliga Rookie Award by Tag Heuer im Monat März. Der Offensivspieler des Hamburger SV setzte sich beim Voting gegen William (VfL Wolfsburg) und Panagiotis Retsos (Bayer 04 Leverkusen) durch.

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Mit einer Körpergröße von 1,63 Meter ist Tatsuya Ito zwar der kleinste Spieler der Bundesliga, in Sachen Dribblings zählt er aber ohne Zweifel zu den ganz Großen. "Wenn man ihn anspielt und er ins Dribbling geht, dann ist das für den Gegner nicht leicht zu verteidigen", schwärmt sein Trainer Christian Titz. Meist ist Ito, wenn er über seine bevorzugte linke Angriffsseite zum Dribbling ansetzt, nur per Foul zu stoppen. Alle 37 Minuten wird er gelegt – Höchstwert beim HSV.

Im September debütierte der 20-Jährige für die Hanseaten, nachdem er zu Beginn der Saison noch bei der Reserve in der Regionalliga für Furore gesorgt hatte. Doch die erste Zeit in der Bundesliga verlief schwankend. Mitten im Abstiegskampf zählte Ex-Trainer Bernd Hollerbach nicht mehr auf das Talent und versetzte ihn wieder in die zweite Mannschaft. Erst unter Christian Titz rückte Ito wieder in die Startelf und war in den letzten Wochen ohne jeden Zweifel ein absoluter Leistungsträger der Hanseaten.

Im April stand Ito stets in der Startformation, bereitete gegen Wolfsburg einen Treffer vor und holte zudem einen Elfmeter heraus. Während er in der Hinrunde bisweilen noch für seine körperlichen Rückstände kritisiert wurde, hat er hier jetzt deutlich zugelegt: Für einen Offensiv-Spieler gewinnt er inzwischen gute 50 Prozent seiner Zweikämpfe, stand im April immer mindestens 85 Minuten auf dem Platz, während die Luft vor dem Jahreswechsel nur für maximal eine Stunde gereicht hatte. Doch nun ist der kleine Wirbelwind in der Bundesliga angekommen und sorgt mit seiner spektakulären Spielweise derart für Furore, dass er selbst noch als Geheimtipp für den japanischen Kader bei der anstehenden WM in Russland gilt.

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