Stuttgart - Serdar Tasci steht als zentraler Abwehrspieler vor der kompletten Rückkehr ins Mannschaftstraining des VfB Stuttgart. Der deutsche Nationalspieler machte am Dienstagvormittag zunächst Life Kinetik und das anschließende Aufwärmprogramm auf dem Trainingsplatz mit den Kollegen mit.

Als diese dann Kraft, Ausdauer, Spritzigkeit und Explosivität in einem Zirkel bestehend aus verschiedenen Stationen trainierten, gesellte sich Serdar Tasci zu Co-Trainer Eddy Sözer, mit dem er separat trainierte.

"Serdar hat super gearbeitet"

"Es sieht ganz gut aus bei mir. Ich hoffe, am Samstag gegen Schalke spielen zu können", so der gebürtige Esslinger nach der Einheit. Eddy Sözer lobte die Einstellung und das Engagement des 24-Jährigen: "Serdar hat super gearbeitet. Die Übungen hatten es in sich und erforderten höchste Konzentration. Man hat gesehen, dass er alles voll mitmachen konnte. Er hat den nächsten Schritt gemacht und kann am Nachmittag wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen."

Die Aussicht, am Samstag vor über 60.000 Fans in der neuen Mercedes-Benz Arena zu spielen, treibt Serdar Tasci zusätzlich an. "Wir werden erstmals zu Hause in einem reinen Fußballstadion spielen, dass zudem auch noch sehr schön geworden ist. Die Arena wird hoffentlich ausverkauft und die Stimmung toll sein. Das alles ist noch eine Extra-Motivation für mich, fit zu werden für Schalke", so Tasci, der sich während der Einheit mit Eddy Sözer ab und zu eine sonderbare Brille aufsetzte. "Man kann durch die Brille nicht nach unten sehen, das heißt, dass man den Ball nicht sieht, wenn man ihn führt. Das erfordert eine erhöhte Konzentration", erklärte der Abwehrspieler.

"Jetzt schon gut integriert"

Sollte es mit dem Einsatz gegen Schalke klappen, könnte sein Partner in der Innenverteidigung Maza heißen, der bei seinem Pflichtspieldebüt gegen den SV Wehen Wiesbaden einen guten Eindruck hinterlassen hat. Über etwaige Verständigungsprobleme mit dem mexikanischen Nationalspieler macht sich Serdar Tasci keine Gedanken. "Am Anfang haben wir uns auf Englisch unterhalten, mittlerweile kennt er aber die Schlüsselwörter, die man im Spiel verwendet. Er ist erfahren und bereits jetzt schon gut integriert."

Auch Audel wieder dabei

Johan Audel, der vom FC Valenciennes nach Stuttgart kam, geht es ähnlich. Er konnte aufgrund mehrerer Verletzungen in der Bundesliga nur bei drei Kurzeinsätzen sein Können andeuten.

Die schwerste Verletzung (Kreuz-, Innen- und Außenbandriss im rechten Knie) seiner Karriere, die er sich im Dezember 2010 im Training zugezogen hatte, zwang den dynamischen Außenstürmer zu einer langen Pause.

Wann der schnelle Offensivspieler der Mannschaft wieder zu 100 Prozent zur Verfügung stehen wird, ist offen. "Wir setzen Johan keinerlei Fristen, sondern schauen je nach Situation, wie weit er ist und wie stark wir ihn belasten können. Er wird bei Freundschaftsspielen Spielpraxis sammeln und auch im Training führen wir ihn Schritt für Schritt an die Mannschaft heran", so Co-Trainer Eddy Sözer.