Tore, Vorlagen, Zweikämpfe und abgewehrte Schüsse. Siege und Niederlagen. Das ist Fußball. Von wegen! Zur beliebtesten Sportart der Welt zählt weit mehr.

Die Leistungen der einzelnen Spieler lassen sich heutzutage noch viel genauer analysieren. Eines der möglichen Messinstrumente ist der Opta Index. Mit diesem System, das eigens nach den Kriterien der DFL erstellt wurde, lässt sich veranschaulichen, wie effektiv ein Stürmer wirklich gespielt hat, wie sicher ein Verteidiger in der Abwehr gestanden hat und wie souverän ein Torhüter seinen Kasten bewacht hat.

Auch bundesliga.de nutzt den Opta Index, um die Leistungen der Profis der Bundesliga und der 2. Bundesliga so objektiv wie möglich einordnen zu können. Der Opta Index ist ein Form-Barometer, er zeigt an, ob die Leistungskurve eines Profis nach oben oder unten geht. Das System generiert sich durch die Match-Analyse. In dieser werden alle Aktionen eines Spielers festgehalten.

Grenzenlose Möglichkeiten

Momentan fließen fast 90 Komponenten in den Opta Index ein. Für jede dieser Aktionen und Komponenten werden dem Spieler Punkte gutgeschrieben beziehungsweise abgezogen, wobei die einzelnen Aktionen eine unterschiedliche Anzahl von Punktgewinnen oder -abzügen bedeuten. So sammelt jeder Akteur über die Saison hinweg Punkte, die einen Vergleich mit anderen Spielern ermöglicht.

Ein weiteres Plus des Opta Index ist die Festlegung bestimmter Auswahlkriterien. So wurde eigens für die Bedürfnisse der DFL ein eigener Index erstellt, in dem alle leistungsbezogenen Kriterien berücksichtigt wurden.

Wahl der Besten

Mit Hilfe des Opta Index kann bundesliga.de unter anderem eine alternative Nationalmannschaft, die besten Neuzugänge oder auch die besten ausländischen Spieler benennen. Zu den rund 90 Kriterien zählen neben den offensichtlichsten Punkten wie geschossenen Toren oder Assists Komponenten wie "Klärende Aktionen auf der Linie", "Zum Gegenspieler getretene Ecken", "Zu-Null-Spiele", "Abgefangene Bälle", "Fallengelassene Bälle" oder "Gelungene und gescheiterte Dribblings".

Die vorliegenden Werte können anschließend gewichtet und in ein leichter zu transportierendes Punktesystem umgewandelt werden. So können Spieler beispielsweise auf einer Skala von 1 bis 100 bewertet werden.

Alles begann im Mutterland des Fußballs

Die klugen Köpfe hinter dem Opta Index begannen ihre Arbeit auf "der Insel", in Großbritannien. Einer von ihnen ist Don Howe. Die englische Fußballlegende absolvierte in den 50er und 60er Jahren mehr als 400 Spiele für West Bromwich Albion und Arensal London und arbeitete später nicht nur dort, sondern auch bei Leeds United und Galatasaray Istanbul als Trainer. Des Weiteren baute Howe die legendäre Arsenal Youth Academy auf und fungierte als Trainer der Englischen Nationalmannschaft.

Mitte der Neunziger perfektionierten Howe und sein Team den Opta Index. In England ist das System nicht mehr aus dem Fußball-Alltag wegzudenken.