Trotz Platz 18 sagt Sven Ulreich: "Wir sind auf einem guten Weg"
Trotz Platz 18 sagt Sven Ulreich: "Wir sind auf einem guten Weg"
Bundesliga

Ulreich: "Brauchen einen dreckigen Sieg"

Stuttgart - Der VfB Stuttgart steckt nach dem 0:2 gegen den FC Bayern München weiter tief im Schlamassel. Im Interview nach dem Spiel spricht Torwart Sven Ulreich, gegen die Münchner bester Stuttgarter, über den Druck im Abstiegskampf. Seine Zuversicht hat er nicht verloren.

Frage: Sven Ulreich, tapfer gegen die großen Bayern gekämpft, am Ende aber mit 0:2 verloren. Wie lautet Ihr Fazit nach der Partie?

Sven Ulreich: Die beiden Gegentore kamen für uns zu einem sehr unglücklichen Zeitpunkt, kurz vor der Halbzeit und gleich danach. Das war sehr bitter. Dann wird es gegen die Bayern natürlich schwierig. Dennoch glaube ich, dass wir es über weite Strecken des Spiels sehr gut gemacht haben. Wir haben gegen die weltbeste Mannschaft wenig zugelassen, darauf lässt sich aufbauen.

Frage: Das 1:0 von Arjen Robben war aus Ihrer Sicht unhaltbar?

Ulreich: Ja, das hat man ja gesehen. Das war eben die individuelle Klasse, die die Bayern auszeichnet. So machen sie ihre Tore, das war heute unser Pech.

Frage: In der Defensive steht der VfB mittlerweile gut, nur vorne hapert es nach wie vor. Das Spiel gegen die Bayern war das sechste Heimspiel ohne eigenen Torerfolg ...

Ulreich: Wir haben auch zuletzt gegen Gladbach sehr gut verteidigt, dann aber doch einen Konter zugelassen. Wir sind auf einem guten Weg. Wir müssen weiter daran arbeiten, kompakt zu stehen und wenig zuzulassen. Dann werden wir irgendwann auch wieder treffen. Wir brauchen einfach einmal ein dreckiges Tor und einen dreckigen Sieg. Dann würde der Knoten auch wieder platzen. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass wir schon im nächsten Spiel in Hoffenheim erfolgreich sind.

Frage: Platz 18 jetzt, Tabellenletzter. Wie sehr belastet das die Spieler?

Ulreich: Es bringt nichts, jetzt auf die Tabelle zu schauen und panisch zu werden. Wir wissen, wo wir stehen und müssen jetzt zusammen daran arbeiten, unten raus zu kommen. Da helfen nur Punkte. Gerade gegen die direkten Abstiegskonkurrenten müssen wir jetzt punkten. Dazu noch ein, zwei Überraschungssiege, dann geht es auch wieder aufwärts.

Augezeichnet von Jens Fischer