Zusammenfassung

  • Bremen war mit 65 Prozent der Spielanteile und 23:9 Torschüssen das überlegene Team, die 23 Torschüsse waren neuer Saisonrekord für Werder.
  • Sargent löste Hugo Almeida ab, der bisher von allen Bremern am schnellsten bei seinem Debüt getroffen hatte (nach 3 Minuten am 13. August 2006 bei einem 4:2 in Hannover).
  • Fortuna Düsseldorf holte aus vier Freitagsspielen dieser Saison nur einen von zwölf möglichen Punkten.

Bremen - Erfolgs-Flaute beendet, Sieg-Versprechen eingelöst: Der SV Werder Bremen hat seinen Negativlauf gestoppt und den Anschluss zu den Europacup-Rängen wieder hergestellt. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt besiegte das Tabellen-Schlusslicht Fortuna Düsseldorf mit 3:1 (1:1) und feierte den ersten Dreier nach zuvor nur einem Punkt aus fünf Spielen.

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FANTASY HEROES: Max Kruse (16 Punkte), Martin Harnik (11), Kevin Möhwald (11)

Startelf-Debütant Kevin Möhwald (20.) sowie die beiden jeweils kurz zuvor eingewechselten Martin Harnik (71.) und Joshua Sargent (78.) trafen für die Grün-Weißen. Fortunas Top-Torjäger Dodi Lukebakio hatte per Handelfmeter nach Videobeweis kurz vor der Pause (43.) mit seinem sechsten Saisontor für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

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Während die Gastgeber ihren ersten Liga-Sieg seit dem 20. Oktober einfuhren, bedeutete die neunte Saison-Niederlage für Düsseldorf den nächsten Rückschlag im Abstiegskampf. Auswärts blieb das Team von Coach Friedhelm Funkel auch im siebten Anlauf seit dem Bundesliga-Aufstieg ohne Sieg.

Kevin Möhwalds satter Schuss zum 1:0
Kevin Möhwalds satter Schuss zum 1:0 © gettyimages / Martin Rose

"Ja, das ist ein Druckspiel. Wir wollen da oben dran bleiben", hatte Bremens Coach Kohfeldt vor der Partie gesagt und versprochen: "Wir werden ein Ergebnis liefern, da bin ich mir sicher."

Den forschen Tönen ließ Kohfeldt erst einmal mutige Entscheidungen folgen. So schickte er Sturm-Oldie Claudio Pizarro zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn an aufs Feld, Außenstürmer Milot Rashica und Mittelfeldabräumer Kevin Möhwald feierten ihre Saison-Premiere in der ersten Elf.

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Tikki Takka geht hier nicht. Wir müssen kämpfen und uns reinhauen, dann haben wir Erfolg. So war es heute und das tut richtig gut. Davy Klaassen (SV Werder Bremen)

Die Maßnahmen fruchteten. Zudem war Werder die Wut im Bauch ob der sportlichen Durststrecke und zuletzt 6:14-Toren deutlich anzumerken. Die Gastgeber agierten giftig in den Zweikämpfen und mit viel Elan im Vorwärtsgang.

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Das war keine unverdiente Niederlage, das war ein schlechtes Spiel von uns. Für uns gilt es nun, dass wir Woche für Woche wieder bessere Spiele abliefern. Oliver Fink (Fortuna Düsseldorf)

Vor allem Rashica sorgte über die linke Seite für Betrieb, doch seine Abschlüsse aus der Distanz (6. und 16.) verfehlten das Ziel. Besser machte es Möhwald, der Fortuna-Keeper Michael Rensing nach punktgenauer Ablage von Kapitän Max Kruse mit einem wuchtigen Schuss aus 18 Metern keine Chance ließ.

Fortan bekamen die Gäste vor 41.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion mehr Zugriff - auch weil Bremen mit seiner neuformierten Innenverteidigung hinten anfällig wirkte. Takashi Usamis Flachschuss rauschte zwar noch knapp am langen Pfosten vorbei (34.), kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit schlug Düsseldorf dann doch zu.

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Nach einem Flankenball sprang Bremens Sebastian Langkamp, der zusammen mit Marco Friedl das etatmäßige Abwehrduo Moisander/Veljkovic vertrat, das Leder an die Hand. Schiedsrichter Marco Fritz zeigte nach kurzer Rücksprache auf den Punkt, Bayern-Schreck Lukebakio verwandelte ohne Probleme zum Ausgleich.

Im zweiten Durchgang versuchte Werder die Partie wieder an sich zu reißen, die dickste Chance hatte aber zunächst die Funkel-Elf. Ein Schuss aus halblinker Position des eingewechselten Rouwen Hennings strich nur Zentimeter am langen Pfosten des Bremer Kastens vorbei.

Auch in der Folge das gleiche Bild. Bremen dominierte, Düsseldorf agierte im Spiel nach vorne zielstrebiger. Doch nur wenige Sekunden nachdem Lukebakio aus spitzem Winkel an Werder-Keeper Jiri Pavlenka gescheitert war, trafen Harnik und Sargent auf der Gegenseite für die Hausherren. 

Spieler des Spiels: Max Kruse

Max Kruse begann erstmals in dieser Saison als Mittelfeldspieler und zeigte sich als echter Zehner und Kapitän. Vier Torschüsse waren ebenso die meisten wie fünf Torschussvorlagen, Kruse war das Herz der Bremer Offensive und mit 69 Prozent gewonnenen Duellen auch der zweikampfstärkste Akteur seiner Mannschaft – der Kapitän ging in jeder Beziehung voran.

Bilder des Spiels

Dodi Lukebakio schiebt kühl zum 1:1 vom Strafstoßpunkt ein
Dodi Lukebakio schiebt kühl zum 1:1 vom Strafstoßpunkt ein © gettyimages / Martin Rose
Milot Rashica und Adam Bodzek kämpfen um den Ball
Milot Rashica und Adam Bodzek kämpfen um den Ball © gettyimages / Martin Rose
DFB und DFL danken an diesem Spieltag den Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern
DFB und DFL danken an diesem Spieltag den Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern © gettyimages / Martin Rose