Zusammenfassung

  • Bayern feiert den ersten Dreier nach drei Spielen ohne Sieg

  • Serge Gnabry trifft zwei Mal gegen seinen Ex-Klub

  • Bremen wartet nun seit fünf Spielen auf einen Sieg

Bremen - Durch einen Doppelpack von Serge Gnabry gewinnt der FC Bayern München beim SV Werder Bremen. Nach drei Ligaspielen ohne Sieg setzte sich der Rekordmeister im Weserstadion verdient mit 2:1 (1:1) durch und hält damit im Titelrennen Anschluss. Die Bayern schoben sich zumindest vorübergehend auf Position drei vor.

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FANTASY HEROES: Gnabry (19) / Kimmich (12) / Müller (11)

Matchwinner der Gäste war ausgerechnet der Ex-Bremer Serge Gnabry. Der Nationalspieler war in der 20. Minute gegen Werder-Torhüter Jiri Pavlenka erfolgreich, fünf Minuten nach Wiederbeginn traf er erneut. Für die Norddeutschen reichte es nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich, erzielt per Kopfball von Yuya Osako (33.). Bremens Niklas Moisander sahen wegen wiederholten Foulspiels (90.+2) die Gelb-Rote Karte. 

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Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion war der FC Bayern erwartungsgemäß das spielerisch stärkere Team, in den entscheidenden Szenen aber fehlte oft die Konsequenz im Zweikampf. So eroberten die Hanseaten oftmals die zweiten Bälle und zerstörten so zumindest phasenweise den Münchner Angriffsschwung.

Pavlenka pariert nur Gnabrys ersten Versuch – der zweite zappelt im Netz
Pavlenka pariert nur Gnabrys ersten Versuch – der zweite zappelt im Netz © gettyimages / Stuart Franklin

Nach dem Seitenwechsel aber verschob sich das Kräfteverhältnis mehr und mehr. Das Team von Coach Florian Kohfeldt konnte sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien, zu geschickt war die Raumaufteilung der Münchner.

Der Bremer Trainer beorderte seine Schützlinge ein ums andere Mal in die Offensive - es war vergeblich. Deshalb kam in der Schlussviertelstunde der mittlerweile 40 Jahre alte Torjäger Claudio Pizarro, der lange Jahre auf den Dress der Bayern getragen hatte, auf den Rasen.

"Wir haben ungünstige Gegentore bekommen. Irgendwann kann man auch nicht mehr sagen, dass nur das nötige Glück gefehlt hat. Wenn du so einfache Gegentore kriegst, verlierst du so ein Spiel." Max Kruse, Werder Bremen

Aber es fehlte zunächst auch an Bayern-Tempo, weil die FCB-Routiniers so gut wie keine Rolle spielten. Arjen Robben musste nach dem Aufwärmen kurzfristig von der Liste der Reservisten gestrichen werden. Franck Ribery verließ nach nur 38 Minuten das Spielfeld - mit verkniffenem Gesichtsausdruck.

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"Ich bin natürlich überglücklich, dass ich der Mannschaft mit den beiden Toren helfen konnte. Beim Jubel habe ich mich ein bisschen zurückgenommen, aus Respekt und weil ich eine super Zeit hier in Bremen hatte." Serge Gnabry, FC Bayern

Anders als zuletzt im Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf machten die Münchner nicht den Fehler, den knappen Vorsprung zu verwalten. Sie ließen bis in die Schlussminuten nicht nach und waren mehrfach einem weiteren Tor sehr nahe.

SID

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Spieler des Spiels: Serge Gnabry

Serge Gnabry schnürt bei seinem Ex-Klub seinen ersten Doppelpack im FCB-Dress und brachte dabei zwei seiner drei Torschüsse im Tor unter. Mit seinem Tempo (29 Sprints waren FCB-Höchstwert) setzte er der Werder-Defensive zu.

Bilder des Spiels

Yuya Osako schraubt sich vor dem Bayern-Tor hoch und köpft zum Ausgleich ein
Yuya Osako schraubt sich vor dem Bayern-Tor hoch und köpft zum Ausgleich ein © gettyimages / Stuart Franklin/Bongarts
Serge Gnabry trifft zwei Mal im Weserstadion – doppelt so oft wie in seiner Zeit im Werder-Trikot
Serge Gnabry trifft zwei Mal im Weserstadion – doppelt so oft wie in seiner Zeit im Werder-Trikot © gettyimages / Martin Rose/Bongarts