Zusammenfassung

  • Bayer 04 Leverkusen setzt deutliches Ausrufezeichen
  • Bellarabis Hereinnahme bereichert das Offensivspiel der Herrlich
  • Moisander wird bei Werder Bremen schmerzlich vermisst

Bremen - Bayer 04 Leverkusen hat in der Fußball-Bundesliga ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Der Werksklub siegte bei den Überfliegern von Werder Bremen mit 6:2 (3:0) und fügte den Grün-Weißen die erste Heimniederlage seit einem Jahr zu. Es war eine überzeugende Vorstellung und der erste Dreier nach zuvor drei Ligaspielen ohne Sieg.

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FANTASY HEROES: Kai Havertz (22) | Karim Bellarabi (19) | Kevin Volland (19)

Kevin Volland (8.), Julian Brandt (38.) und der überragende Karim Bellarabi (45.) trafen für Bayer im ersten Abschnitt, ehe der eingewechselte Claudio Pizarro (60.) und Yuya Osako (63.), dessen Treffer nach Einsatz des Video-Assistenten gegeben wurde, Werder in einem verrückten Fußballspiel noch einmal heranbrachten. Doch Kai Havertz (67., 77.) und Aleksandar Dragovic (72.) sorgten wenig später wieder für klare Verhältnisse. Schon am Mittwoch kann Leverkusen im Pokal bei Borussia Mönchengladbach den nächsten Schritt machen.

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Werder, das im eigenen Stadion unter Trainer Florian Kohfeldt zuvor überhaupt noch nicht verloren hatte, verpasste durch den vogelwilden Auftritt zum Abschluss des neunten Spieltages den Sprung auf Platz zwei.

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Die Maßnahme, Karim Bellarabi in die Startelf zu beordern, fruchtete sofort. Keine acht Minuten waren gespielt, als Bellarabi auf rechts durchstartete und Volland per flacher Hereingabe perfekt bediente. Für Volland, der den Ball aus kurzer Distanz am zweiten Pfosten nur noch über die Linie drücken musste, war es Saisontor Nummer drei.

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"Nach dem 2:3 müssen wir ein gewisses Risiko gehen, 2:6 darf es dann aber natürlich nicht ausgehen. Sowas darf uns einfach nicht passieren." Maximilian Eggestein, SV Werder Bremen

In der Folge übernahm Werder zunächst das Kommando und erspielte sich einige Möglichkeiten, die dicken Chancen hatten aber die Gäste. Erst lief Bellarabi allein auf das Bremer Tor zu und verzog freistehend (28.). Sekunden später entschärfte Bremens Keeper Jiri Pavlenka einen Schuss von Havertz. In der 38. Minute war der Tscheche dann machtlos. Eine scharfe Bellarabi-Flanke ließ er nach vorne prallen, Brandt hämmerte das Leder in die Maschen. Doch damit nicht genug: Mit dem Halbzeitpfiff gelang dann auch Bellarabi sein Tor. Nach starker Volland-Vorlage chippte der 28-Jährige den Ball über Pavlenka hinweg ins lange Eck.

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"Das ist für uns alle ein guter Tag. Wir waren immer extrem gefährlich. Wir wollen so weitermachen. Das sollte die Messlatte sein." Kevin Volland, Bayer 04 Leverkusen

Nicht erst in dieser Szene machte sich bei Werder der kurzfristige Ausfall von Niklas Moisander (muskuläre Probleme) bemerkbar. Startelf-Debütant Marco Friedl stand gegen Bellarabi auf ziemlich verlorenem Posten. Zur Pause erlöste Kohfeldt den 20-jährigen Österreicher und brachte Sturm-Oldie Pizarro.

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Besserung brachte das vor 40.400 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion jedoch nur kurzfristig. Zwar durfte Werder durch einen Doppelschlag noch einmal hoffen. Doch nur vier Minuten nach dem Anschlusstor sorgte Havertz für das 4:2.

SID

Spieler des Spiels: Kevin Volland

Kevin Volland erzielte beim 6:2-Kantersieg in Bremen sein drittes Saisontor und gab seine ersten beiden Torvorlagen in der laufenden Bundesliga-Spielzeit. Er zeigte unermüdlichen Einsatz, 29 geführte Zweikämpfe und 12,5 zurückgelegte Kilometer waren jeweils Höchstwert des Spiels.

Enttäuschung bei Sahin
Enttäuschung bei Sahin © gettyimages / Martin Rose
Torschütze Volland jubelt über seinen Treffer zum 1:0 für Leverkusen
Torschütze Volland jubelt über seinen Treffer zum 1:0 für Leverkusen © gettyimages / Martin Rose
Bremens Veljkovic im Zweikampf mit Lars Bender
Bremens Veljkovic im Zweikampf mit Lars Bender © gettyimages / Patrik Stollarz