Der VfB Stuttgart hatte nicht viel Zeit, um sich mit der Pleite im UI-Cup aufzuhalten. Nach dem 0:1 (0:1) bei Saturn Ramenskoje am Samstag ging es am frühen Sonntagmorgen von Moskau über München direkt ins Trainingslager ins österreichische Going.

Dort stand die erste Einheit an, denn am kommenden Sonntag (18 Uhr) soll schließlich im Rückspiel gegen den russischen Vertreter doch noch das frühzeitige Aus im internationalen Geschäft verhindert werden.

"Haben alle Chancen"

VfB-Trainer Armin Veh zeigte sich zuversichtlich. "Wir haben alle Chancen, weiterzukommen. Ich bin optimitisch, denn dann sind wir in der Vorbereitung wieder ein gutes Stück weiter", sagte Veh nach dem Hinspiel. Um letztendlich die Gruppenphase im UEFA-Cup zu erreichen, müsste der VfB jedoch nicht nur Ramenskoje ausschalten, sondern noch zwei weitere K.o.-Runden überstehen.

In Ramenskoje, 45 Kilometer südöstlich von Moskau gelegen, zeigte der VfB ohne seine EURO-Teilnehmer Jens Lehmann, Mario Gomez, Thomas Hitzlsperger und Ludovic Magnin allerdings noch keine Europacup-Form. Doch dies hatte Veh "bei einem wichtigen Spiel zu einem ungünstigen Zeitpunkt" auch so erwartet: "Es war klar, dass wir noch nicht die notwendige Kondition haben." Das Spiel sei aber "für den Zeitpunkt unserer Vorbereitungsphase ganz in Ordnung" gewesen.

Heldt sieht Entwicklung der Mannschaft

Auch Manager Horst Held war trotz der Niederlage nach dem frühen Gegentreffer durch Dimitri Kiritschenko (3.) zufrieden. "Wie sich die Mannschaft derzeit entwickelt, ist gut. Wir haben den Gegner weitgehend beherrscht, aber natürlich war Saturn mit Kontern sehr gefährlich. Darauf müssen wir auch in der kommenden Woche aufpassen", sagte Held. Er sei aber dennoch wie Veh "zuversichtlich, dass wir weiterkommen. Wir sind in der Lage gegen diesen Gegner zu gewinnen".

Bis Dienstag sollen auch Lehmann, Gomez und Hitzlsperger wieder ins Training einsteigen. Im Rückspiel wird Veh auf seine deutschen Nationalspieler wegen des Trainingsrückstandes aber möglicherweise noch verzichten.