Der VfB Stuttgart hat international sein erstes Etappenziel mühelos erreicht und damit weiter Aussichten auf Millionen-Einnahmen.

Der Bundesligist setzte sich in der zweiten Qualifikationsrunde für den UEFA-Cup auch dank eines Doppelschlags von Torjäger Mario Gomez locker mit 4:1 (2:0) gegen den FC ETO Györ durch und qualifizierte sich für die erste Hauptrunde am 18. September und 2. Oktober.

Veh zufrieden

Das Hinspiel gegen die Ungarn hatte die Mannschaft von Trainer Armin Veh, bei der Khalid Boulahrouz sein Pflichtspieldebüt feierte, mit 2:1 gewonnen. Die lukrative Gruppenphase im UEFA-Cup startet am 23. Oktober.

Veh war mit dem Auftritt seiner Mannschaft "sehr zufrieden. Wir haben ein gutes Spiel und von Beginn an die Konsequenz gezeigt, die ich gefordert hatte."

Lanig mit dem Führungstor

Martin Lanig brachte die klar überlegenen Schwaben, die am Sonntag in der Bundesliga zu Hause Hannover 96 erwarten, in der 31. Minute in Führung. Nach einem Freistoß von Pavel Pardo erzielte der Mittelfeldspieler per Kopf das 1:0. Vier Minuten vor dem Wechsel gelang Kapitän Thomas Hitzlsperger nach Zuspiel von Gomez mit einem Schuss aus 20 Metern das 2:0.

Nach der Pause kam dann der Auftritt von Mario Gomez. In der 55. Minute traf der Nationalspieler mit einem Flachschuss aus 18 Metern. Nur fünf Minuten später schloss der Stürmer nach mustergültiger Vorarbeit von Ciprian Marica zum 4:0 ab.

Den Ehrentreffer der Ungarn begünstigte Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann, der beim Herauslaufen den Ball verstoplerte. Peter Bajzat bedankte sich mit einem Lupfer (81.).

Stuttgart steigert sich zum Leverkusen-Spiel

Nach dem jüngsten Rückschlag in der Bundesliga zeigte sich nicht nur Gomez, sondern die gesamte Mannschaft des VfB, der am Samstag gegen Leverkusen 0:2 verloren hatte, von Beginn an gegen den Tabellenneunten der ungarischen Liga entschlossen und selbstbewusst. Veh hatte schon vor dem Abflug angekündigt, "dass wir das bessere Team sind und weiterkommen werden".

Györ war insgesamt zu harmlos, um dem Bundesligisten Paroli bieten zu können. Lehmann im Tor des VfB erlebte bis auf seinen Patzer einen weitgehend ruhigen Europapokal-Abend.

Veh hatte nach dem Leverkusen-Spiel sein Team auf zwei Positionen verändert. Für Roberto Hilbert und Jan Simak standen Lanig und Yildiray Bastürk in der Anfangsformation.

Boulahrouz mit seinem ersten Plichtspieleinsatz für den VfB

Zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für den VfB, der weiter auf die angeschlagenen Cacau, Ludovic Magnin und Sami Khedira verzichten musste, kam der Niederländer Boulahrouz.

Der Neuzugang vom FC Chelsea, der einige Wochen wegen einer Verletzung am Sprunggelenk ausgefallen war, ersetzte ab der 46. Minute in der Verteidigung Arthur Boka. Boulahrouz wurde jedoch kaum gefordert.

Schema:

Györ: Stevanovic - Todoky, Bank (46. Kovacs), Supic, Nikolov - Koltai, Kovacs, Jäkl (58. Völgyi), Jozsi - Bajzat, Böör (73. Brnovic). - Trainer: Egervari

Stuttgart: Lehmann - Osorio, Tasci, Delpierre, Boka (46. Boulahrouz) - Lanig, Pardo (63. Mandjeck), Bastürk, Hitzlsperger - Gomez (63. Ljuboja), Marica. - Trainer: Veh

Schiedsrichter: Espen Berntsen (Norwegen)

Tore: 0:1 Lanig (31.), 0:2 Hitzlsperger (41.), 0:3 Gomez (55. ), 0:4 Gomez (60.), 1:4 Bajzat (81.)

Zuschauer: 8000

Gelbe Karten: Jäkl, Nikolov, Kovacs, Völgyi, Bajzat - Boka