München - Der VfB Stuttgart empfängt den amtierenden Meister Borussia Dortmund. Dabei können die Schwaben mit einem Punktgewinn dem FC Bayern im Abendspiel eine glänzende Ausgangsposition verschaffen, um die Deutsche Meisterschaft bereits an diesem Wochenende fix zu machen (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Weiterhin empfängt der 1. FSV Mainz 05 die angeschlagenen Bremer, die ihren Abwärtstrend stoppen wollen. Im Breisgau treffen der SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach aufeinander. Dabei geht es für beide Teams um die Europapokalplätze.

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem spektakulären 4:4 (zum Video) treffen der VfB Stuttgart und Borussia Dortmund erneut aufeinander, dieses Mal in der Mercedes-Benz Arena. Das öffentliche Interesse wird aber nicht nur der Erinnerung wegen besonders groß sein: Sollte Dortmund nicht gewinnen, würde Bayern München ein Sieg im Abendspiel gegen den Hamburger SV vorzeitig die Meisterschaft bescheren.

Zuletzt hat sich der amtierende Titelträger Dortmund gegen den VfB häufig schwergetan, die letzten vier Aufeinandertreffen endeten remis. "Die Spiele waren immer eng und intensiv", erinnert sich der in Stuttgart geborene BVB-Coach Jürgen Klopp, der erneut ein schwieriges Spiel erwartet. "Wir treffen auf einen taktisch gut organisierten Gegner, der zu allem bereit sein wird. Wir wissen, wie schwer die Aufgabe wird und müssen wirklich alles, was wir haben, in dieses Spiel investieren." Flügelspieler Jakub Blaszczykowski , der sich bei einem Spiel der polnischen Nationalmannschaft eine Leistenzerrung zugezogen hat, wird Klopp ebenso nicht zur Verfügung stehen wie Innenverteidiger Mats Hummels, der sich nach einer längeren Verletzungspause noch im Aufbautraining befindet.

Dank des Auswärtssieges bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Spieltag, scheint sich der VfB Stuttgart wieder in den sicheren Gefilden des Tabellen-Mittelfeldes etabliert zu haben. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt acht Punkte und sieben der Rückstand zu Rang 4. Trainer Bruno Labbadia hat allerdings eine andere Betrachtungsweise. "In der Tabelle liegt alles sehr eng beieinander, da kann es sowohl nach oben als auch nach unten schnell gehen", sagt der 47-Jährige. "Deshalb dürfen wir jetzt nicht den Fehler machen und sagen, dass wir mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben werden." Neben den Langzeitverletzten fehlen dem VfB am Samstag der gesperrte Linksverteidiger Cristian Molinaro sowie Mittelfeldrenner William Kvist.



Schiedsrichteransetzungen

Christian Streich begegnet der Gladbacher Borussia mit gehörigem Respekt. "Wir müssen schauen, dass wir wieder zu Stabilität finden", sagte der Trainer der Breisgauer vor der Partie. "Mönchengladbach ist ein sehr kompaktes Team, dem wir hochkonzentriert begegnen müssen", so Streich. Weiterhin lobte er besonders seinen Schweizer Kollegen Lucien Favre. "Man sieht an der Spielweise von Mönchengladbach, wie akribisch unter Lucien Favre gearbeitet wird", schickte Streich ein Lob an den Niederrhein. Vor allem vor den Offensivspielern warnte der 47-Jährige explizit. "Das werden wir auch einfordern, dass wir die Räume schließen und einen Juan Arango nicht zuviel spielen lassen."

Nach vier Spielen ohne Niederlage reisen die Gladbacher zuversichtlich gen Süden. "Wir sind positiv gestimmt", so Trainer Lucien Favre. "Die Rückrunde war am Anfang schwer für uns. Das Programm mit den internationalen Spielen war hart. Die Mannschaft hat aber gut darauf reagiert. Das 1:1 gegen Dortmund und insbesondere der Sieg in Frankfurt waren gut für den Kopf. Wir wollen weiter punkten und müssen dafür gute Leistungen bringen." Die Tabellenkonstellation in der Bundesliga sei derzeit so, dass es kein echtes Mittelmaß gebe. Mit zwei Niederlagen sei man unten in der Tabelle, mit zwei Siegen dagegen wieder obenauf, so Favre. "Es sind nur noch acht Spiele und wir treffen noch auf direkte Konkurrenten, da müssen wir top konzentriert sein."

Beim SC fehlen gegen den Tabellensiebten vom Niederrhein Cedrick Makiadi (Innenbandanriss) und Sebastian Freis (Aufbautraining). Gladbach-Coach Lucie Favre kann dagegen aus dem Vollen schöpfen.



Schiedsrichteransetzungen

Werder-Trainer Thomas Schaaf fand im Vorfeld der Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 nur lobende Wort für den Gegner. "Mainz hat eine kompakte, laufstarke, flexibel agierende Mannschaft mit viel Erfahrung", so der Bremer Trainer, der im selben Atemzug betonte: "Es bleibt aber dabei: wichtig ist, was wir machen." Und die Bremer müssen einiges tun. Der Abstand auf den Relegationsplatz ist auf sechs Punkte geschmolzen. In der Rückrundentabelle steht Werder auf Platz 16. (Tabellenrechner)

"Wir müssen einfach so weitermachen wie bisher", fordert dagegen Cheftrainer Thomas Tuchel von seiner Mannschaft. "Groß denken ist erlaubt, aber stets in kleinen Schritten." Erfrischende Aussagen inmitten des oft so strapazierten Fußballer-Sprachjargons. "Unser nächstes Ziel liegt darin, das nächste Trainingsspiel ordentlich zu absolvieren", so der 39-jährige Übungsleiter. Vielleicht ist es genau diese Mentalität, die er längst auch seinen Spielern eingepflanzt hat. Denn im neuen Kalenderjahr hat Mainz 05 bisher zehn Pflichtspiele absolviert und davon nur zwei verloren.

Werder-Coach Thomas Schaaf muss auf Zlatko Junuzovic verzichten. Der Mittelfeldmotor zog sich während seines Länderspieleinsatzes eine Risswunde zu, die genäht werden musste. Außerdem fehlen weiterhin Raphael Wolf (Knie-OP), Clemens Fritz (Jochbein- und Rippenbruch) und Aleksandar Ignjovski (Oberbauchbeschwerden). Niklas Füllkrug hat noch Trainingsrückstand. Beim Gastgeber fallen Niko Bungert (Aufbautraining), Ivan Klasnic, Nikita Rukavytsya, Radoslav Zabavnik und Marco Caligiuri wegen Trainingsrückstand aus.



Schiedsrichteransetzungen



Vorschau: F95-B04 | FCA-H96 | S04-HOF