Im Rahmen der von der DFL Stiftung initiierten Kampagne "Strich durch Vorurteile" stellen alle 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga ein soziales Projekt aus dem Umfeld vor. Werder Bremen hat folgende Initiative ausgewählt:

Das vom SV Werder Bremen unterstützte Projekt "Schule für alle" ist ein Projekt, in dem Infoveranstaltungen, Fortbildungen und Beratungen stattfinden und geflüchtete Schüler und Schülerinnen in Bremen beim Zugang zu Schule und durch Empowerment unterstützt werden, bessere Integrationschancen zu erlangen. Dazu gehören Fachveranstaltungen für Lehrkräfte und Pädagoginnen, Workshops an Schulen zum Thema Flucht und Migration und die Unterstützung bei der Selbstorganisation. 

Das Projekt ist bundesweit vernetzt, z.B. im Netzwerk Jugendliche ohne Grenzen, arbeitet mit der GEW und Fachberatungsstellen sowie Flüchtlingsräten anderer Bundesländer zusammen.

Das Projekt setzt sich verschiedenartig für einen Zugang zum Schulunterricht ein: Durch Lobbyarbeit und fachöffentliche Informationen und Workshops. In Schulworkshops werden insbesondere SchülerInnen informiert, in Fachveranstaltungen für Lehrkräfte geht es um Asylrecht und das Thema Aufenthalt, mögliche Traumatisierungen von geflüchteten Kindern und interkulturelle Lehrmaterialien.

Hintergrund: 

Viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind beim Schulbesuch außen vor. Bundesweit sind tausende junge Menschen betroffen. Darunter sind viele jüngere Kinder im Alter ab 6 Jahren, insbesondere wenn sie in Aufnahmeeinrichtungen leben, noch nicht auf Kommunen oder Bezirke verteilt wurden und daher in einigen Ländern nicht der Schulpflicht unterliegen. 
Aber insbesondere auch 16- bis 27 Jahre alte Flüchtlinge, unter ihnen viele, die als unbegleitete Minderjährige eingereist sind. Sie brauchen Zugang zur Schule, um eine Ausbildung oder ein Studium beginnen zu können, doch das Recht auf Bildung bleibt ihnen verwehrt. Sie warten vergeblich darauf, ihren im Herkunftsland begonnenen Bildungsweg fortzusetzen.

Junge Menschen bis 27 Jahre brauchen flächendeckend und systematisch die Möglichkeit schulische Bildung und Abschlüsse nachzuholen – etwa über die Erweiterung der (Berufs-)Schulpflicht. Der Zugang zu Bildungsangeboten muss passend zum Lern- und Bildungsstand der Kinder und Jugendlichen sowie ihren sonstigen Voraussetzungen gewährleistet werden.

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