Seit Januar 2008 schnürt Albert Streit seine Schuhe für den FC Schalke 04. Erst elf Einsätze stehen für den Mittelfeldmann bei den "Knappen" zu Buche.

Zuletzt hatte Streit öffentlich bekannt, dass er mit seiner Situation auf Schalke unzufrieden ist. Auch einen Wechsel in der Winterpause schloss der 28-jährige Ex-Frankfurter für sich nicht aus, wenn sich für ihn nichts ändert.

Streits Unzufriedenheit ist für Fred Rutten kein Problem. "Ich verstehe ihn. Sonst wäre er auch ein schlechter Profi. Schalke 04 ist ein Verein, der das Glück hat, viele Spieler mit Qualität in seinem Kader zu haben. Alle müssen bereit sein, wenn man sie braucht."

Bestandsaufnahme im Dezember

Für Fred Rutten ist es nur eine Frage der Zeit, bis Streit zu seinen Einsatzzeiten kommt. "Jeder wird im Laufe der Saison seine Spiele bekommen. Albert trainiert genau wie Carlos Grossmüller, Peter Lövenkrands oder Zé Roberto ordentlich." Und das ist auch gut so. "Diese Arbeit auf dem Trainingsplatz ist die Basis."

Ähnlich sieht das Manager Andreas Müller, der kurz vor Ablauf der Transferperiode Ende August mit dem Spieler ein Gespräch geführt hat. In dem habe Albert Streit ihm bereits seine Unzufriedenheit kundgetan und um eine Freigabe gebeten, falls sich seine Situation bis zum Ende der Hinrunde nicht ändert. "Dem habe ich nicht zugestimmt. Wir haben lediglich vereinbart, dass wir im Dezember noch einmal eine Bestandsaufnahme vornehmen."

Keine Anfragen für Streit

Andreas Müller ist weiterhin von den Qualitäten des Mittelfeldmannes überzeugt, verlangt aber, "harte Trainingsarbeit und Geduld" von Streit. "Er muss trotz seiner Enttäuschung seine eigenen Interessen hinten anstellen. Das gilt für jeden Spieler. Es zählt allein der Erfolg des FC Schalke 04, für den alle alles tun müssen."

Vom angeblichen Interesse anderer Bundesligisten an dem in Bukarest geborenen Deutschen weiß der Manager nichts. "Uns liegen keine konkreten Anfragen vor." Laut Andreas Müller solle sich Albert Streit nun lieber darauf konzentrieren, "sich für den Moment vorzubereiten, wenn seine Chance kommt".