Stuttgart - Huub Stevens hat seine Mannschaft vergeblich vor Standards gewarnt und Roberto Di Matteo lobt die Mannschaftsleistung. Die Stimmen zum Spiel VfB Stuttgart - FC Schalke 04.

Huub Stevens (Trainer VfB Stuttgart): "Heute ist Nikolaus. Und so wurden auch die Geschenke verteilt. Ich habe der Mannschaft noch vorher gesagt: Denkt an die Standards. Aber es ist besser einmal 0:4 zu verlieren, als viermal 0:1."

Roberto Di Matteo (Trainer FC Schalke 04): "Ich bin sehr glücklich. Stuttgart war in der Vergangenheit kein guter Platz für Schalke. Wir sind froh, dass wir die Negativserie durchbrochen haben. Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung. Das frühe Tor hat sehr geholfen."

"Wir waren einfach viel zu schläfrig"

Christian Gentner (VfB Stuttgart): "Wir sind schlecht in die Partie gestartet. Bei Standards haben wir uns zudem schlecht verhalten. Ein Ding, das sich bisher bei uns durch die ganze Runde zieht und nur schwierig zu erklären ist. Durch das frühe 0:3 haben wir nie richtig ins Spiel gefunden, konnten in der zweiten Hälfte auch keinen Druck aufbauen wie zum Beispiel gegen Leverkusen."

Sven Ulreich (VfB Stuttgart): "Wir wollten gegen Schalke endlich besser auftreten als in den bisherigen Heimspielen. Bei den gegnerischen Standards waren wir einfach viel zu schläfrig. Die frühen Gegentore haben unserem Spiel natürlich nicht gut getan. Ich finde nicht, dass es uns an der richtigen Einstellung fehlt. In den spielentscheidenden Momenten waren wir einfach nicht konsequent genug. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir in den Zweikämpfen nicht gut agiert haben. Wir haben vor der Partie über die Standardstärke der Schalker gesprochen, dennoch waren wir vor allem in der ersten Hälfte nicht nah genug an den Gegenspielern dran. In der vergangenen Trainingswoche war durchgehend Feuer drin, leider haben wir dies gegen Schalke vollkommen vermissen lassen."

"Ein besonderer Tag für uns alle"

Tranquillo Barnetta (FC Schalke 04):  "Wir sind super ins Spiel gekommen und früh in Führung gegangen. Das hat die Situation deutlich einfacher gemacht. Wir haben uns vorgenommen, druckvoll zu beginnen. Das ist uns gelungen. Es war wichtig, dass wir direkt in der Partie waren. Danach haben wir es sehr gut runtergespielt. Wir wissen selber wie es ist, wenn man früh mit zwei Toren zurückliegt. Dann ist es sehr schwierig, wieder zurückzukommen. Das hat man den Stuttgartern auch angemerkt. Wenn ich Freistöße oder Ecken schlage, bin ich immer froh, wenn die Bälle im Tor landen. Aber, dass ich heute gleich drei Tore vorbereitet habe, ist natürlich überragend. Ich selbst hatte auch noch eine Riesen-Chance. Wenn ich sie genutzt hätte, wäre es perfekt gewesen."

Eric Maxim Choupo-Moting (FC Schalke 04): "Das ist ein besonderer Tag für uns alle. Für mich selbstverständlich auch. Es war der erste Dreierpack in meiner Karriere. Natürlich sind Tore für jeden Spieler ein schönes Erfolgserlebnis. Auswärts so früh in Führung zu gehen, ist sehr wichtig. Wir haben uns fest vorgenommen, drei Punkte zu holen. Wir sind von der ersten bis zur letzten Minute sehr stark aufgetreten. Wir wollten die gesamten 90 Minuten Vollgas geben und haben die Vorgaben des Trainers sehr gut umgesetzt. Wenn ein Gegner sehr gut ist, sieht der andere immer schlecht aus. Stuttgart hat vielleicht nicht den besten Tag erwischt, aber 4:0 gewinnt man nicht mit Glück. Wir haben völlig verdient gewonnen. Wir hatten vor eine Serie zu starten. In der Bundesliga haben wir jetzt drei Spiel am Stück gelungen. Darauf dürfen wir uns nicht ausruhen, sondern müssen konzentriert weiterarbeiten.

Jan Kirchhoff (FC Schalke 04): "Wir haben eine sehr gute und stabile Leistung gezeigt. Wir sind verdient als Sieger vom Platz gegangen und freuen uns riesig, dass wir unseren zweiten Auswärtssieg eingefahren haben. In Stuttgart haben wir uns in den vergangenen Jahren immer schwer getan. Umso glücklicher sind wir natürlich. Diese Leistung müssen wir jetzt in den kommenden Wochen bestätigen. Wir gewöhnen uns als Mannschaft immer mehr an das System des Trainers und investieren sehr viel Zeit dafür. Das zahlt sich langsam aus."