Sinsheim - Als erste Mannschaft in dieser Bundesliga-Saison kann Hoffenheim dem BVB einen Punkt abtrotzen. Was sagen die Protagonisten dazu? Die Stimmen zum Spiel TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund.

Markus Gisdol (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir wollten kompakt verteidigen und unsere Chance in Kontern suchen. Die Führung zur Pause war nicht ganz unverdient. Die Anfangsphase der zweiten Hälfte war das Beste, was wir in dieser Saison gespielt haben. Am Ende war das 1:1 in Ordnung."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben ein bisschen um den heißen Brei herumgespielt. Es war nicht der Zug drin, den wir brauchen, um richtig torgefährlich zu werden. Wir waren einfach nicht zwingend. Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns jetzt nicht als Verlierer fühlen, denn das sind wir nicht. Wir haben am sechsten Spieltag das erste Mal unentschieden gespielt."

"Mit ein bisschen Glück gewinnen wir sogar"

Kevin Volland (TSG 1899 Hoffenheim): "Der Punkt fühlt sich gut an. Vor allem gegen Dortmund in dieser Verfassung und nach unseren Ergebnissen der letzten Wochen. Wir haben sehr mutig gespielt und standen dennoch sicher. Dass man gegen eine Mannschaft wie den BVB nicht alle Chancen verhindern kann, ist auch klar. Mit ein bisschen Glück gewinnen wir heute sogar. Das war ein großer Schritt nach vorne. Die kämpferische und läuferische Leistung müssen wir auch gegen Augsburg und Stuttgart auf den Platz bringen. Dann haben wir auch wieder Torchancen. Es muss nicht immer alles klappen, aber rennen und kämpfen kann man immer."

Sebastian Rudy (TSG 1899 Hoffenheim): "Das war eine perfekte Vorarbeit. Ich konnte den Ball in den Lauf mitnehmen und dann in die Ecke schieben. Der Punktgewinn war sehr wichtig. Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gemacht, standen hinten gut und waren vorne gefährlich - so haben wir uns den Punkt verdient, aber vielleicht auch zwei verloren. Dennoch sind wir zufrieden. Auf der Leistung können wir aufbauen."

Ermin Bicakcic (TSG 1899 Hoffenheim): "Wir haben uns vorgenommen bis zum Schluss zu kämpfen. Das haben wir umgesetzt. Die Führung hat uns gut getan. Dass Dortmund irgendwann Druck machen wird, war klar. Ich habe mit meinem Kopfball dann trotzdem die Chance, uns in Führung zu bringen. In dieser Phase ist jeder Punkt gut für uns und unser Selbstvertrauen."