Sinsheim - "Glücklich" ist Markus Gisdol, natürlich. Der Trainer der TSG Hoffenheim freut sich, dass seine Mannschaft mit "letztem Einsatz" gespielt habe. Ganz anders die Stimmungslage bei Huub Stevens. Die Stimmen zum SpielTSG Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart.

Markus Gisdol (Trainer 1899 Hoffenheim): "Es war ein sehr zweikampfintensives Spiel. Wir haben mit letztem Einsatz gespielt. Wenn man in der letzten Minute noch ein Tor macht, ist es glücklich. Aber es war nicht unverdient."

Huub Stevens (Trainer VfB Stuttgart): "Wir sind unglaublich enttäuscht, dass wir hier noch verloren haben. Das müssen wir erst einmal gut verarbeiten."

"Der Sieg fühlt sich sehr gut an"

Ermin Bicakcic: Wir haben heute über 90 Minuten alles gegeben und am Ende verdient gewonnen. Natürlich waren wir auch vor den Stuttgartern gewarnt und wussten, wir müssen auf der Hut sein. Wir sind heute mit klarem Kopf und einem guten Plan an die Sache herangegangen. Für uns war wichtig, dass wir in Führung gegangen sind. Auch nach dem Ausgleich - oder gerade danach - haben wir eine tolle kämpferische Leistung gezeigt und unser Herz auf den Platz gebracht.

Kevin Volland: Meine Lunge brennt jetzt, aber das kann ich gerade gut wegstecken. Der Sieg ist so schön und fühlt sich sehr gut an. Wir hatten deutlich bessere und mehr Chancen als der VfB und ich denke, am Ende haben wir auch verdient gewonnen.

Sebastian Rudy: Wir wollten heute nach vorne spielen. Das ist uns nur teilweise gelungen. In der zweiten Halbzeit hätten wir das Spiel früher klarmachen müssen. Für mich war es ein sehr schönes Gefühl, der Mannschaft mit diesem Tor in der letzten Minute helfen zu können.

Oliver Baumann (alle TSG Hoffenheim): Der Sieg tut sehr gut. Ich musste meinen Freudenlauf nach dem Tor von Basti Rudy aber unterwegs abbrechen, weil ich kaputt war. Wir waren vorher schon sehr gut im Spiel und hatten Chancen, das zweite Tor zu machen. Insgesamt haben wir hart gekämpft und jeden Zweikampf angenommen. Nach einer harten Trainingswoche haben wir uns belohnt.

"Wir waren mit Hoffenheim ebenbürtig"

Georg Niedermeier: Wir sind gut in die Partie reingekommen. Hoffenheim hat nach der Anfangsphase mehr dagegengehalten und ist dann auch etwas überraschend in Führung gegangen. Wir haben uns aber zurückgekämpft. Am Ende ist es sehr ärgerlich, dass wir nicht diesen einen Punkt mitnehmen. Da müssen wir cleverer sein. Wir werden nur gemeinsam dort unten aus dem Tabellenkeller kommen.

Christian Gentner: Wir waren mit Hoffenheim ebenbürtig, daher hätten wir auch einen Punkt verdient gehabt. Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir haben wie in den vergangenen Partien defensiv gut gestanden und nur wenige Chancen des Gegners zugelassen. Nun gilt es weiterzukämpfen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir die nötigen Punkte holen werden, um die Abstiegsränge wieder zu verlassen.

Sven Ulreich (alle VfB Stuttgart): Wir sind aggressiv aufgetreten und haben uns am Ende um einen Punkt gebracht. Trotz der Niederlage müssen wir neuen Mut und neue Kraft schöpfen, dann werden wir uns in den nächsten Spielen auch für unseren Aufwand belohnen.“