Berlin - Während sich Jos Luhukay über eine gute Reaktion seiner Mannschaft freut, hadert sein Gegenüber Joe Zinnbauer mit der fehlenden Kaltschnäuzigkeit seines Teams, die auch noch prompt bestraft wird. Die Stimmen zum Spiel Hertha BSC - Hamburger SV.

Jos Luhukay (Trainer Hertha BSC): "Aus Hertha-Sicht war es ein sehr gutes Spiel. Zur Halbzeit hätte es schon 3:0 für uns stehen können. Wenn man so viele Chancen auslässt, ist das nicht gut für die Psyche. Doch die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit eine große Effektivität gezeigt. Nach der unglücklichen Niederlage gegen Schalke wollte das Team unbedingt etwas gut machen."

Joe Zinnbauer (Trainer Hamburger SV): "Wir haben gut angefangen. Nach 15 Minuten haben wir das Spiel aber mehr und mehr an Hertha abgegeben. In der zweiten Halbzeit hatten wir die Riesenchance zum 1:0, mussten dann aber prompt im Gegenzug das 0:1 hinnehmen. Wenn Du dann noch nach kurzer Zeit das 0:2 kriegst, wird es schwer. Wir müssen jetzt den Kopf hochheben. Am Mittwoch haben wir ein schweres Spiel gegen die Bayern."

"Zeigen, dass das ein Ausrutscher war"

Lewis Holtby (Hamburger SV): Wir haben zu viele Konterchancen zugelassen. Die Berliner waren sehr zielstrebig zum Tor und haben schnell umgeschaltet. So auch vor dem ersten Tor, als wir eigentlich die Führungschance hatten. Danach wollten wir zu viel und es wurde immer schwieriger. Jetzt müssen wir unsere Kräfte bündeln, um den Bayern am Mittwoch einen Pokal-Fight zu liefern und unseren Fans zu zeigen, dass das heute nur ein Ausrutscher war. 

Marcell Jansen (Hamburger SV):
 Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben aber nach und nach das Spiel an die Berliner abgegeben. Heute gab es sehr viele Entscheidungen auf Messers Schneide und die meisten fielen leider zu Gunsten der Berliner aus. Wie vor dem ersten Tor der Berliner, als wir nach meiner großen Chance ausgekontert werden. Das ist natürlich bitter. Aber wir müssen weiter machen und das nächste Spiel wieder positiver gestalten. Das schöne am Fußball ist, dass man sich alles zurück erkämpfen kann. Für das Spiel gegen Bayern ist es jetzt wichtig, dass wir den Kopf oben behalten und den Kampf annehmen. 

Heiko Westermann (Hamburger SV):
 Der Beginn war gut, dann kam Hertha besser ins Spiel und erspielte sich gute Chancen. Im zweiten Durchgang haben wir dann wieder besser gespielt, doch anstatt in Führung zu gehen, liegen wir im direkten Gegenzug hinten. Das zweite Tor fällt dann zu schnell. Danach werfen wir alles nach vorne und versuchen alles, der dritte Gegentreffer ist dann auch egal.