Der Hamburger SV rutscht durch die 0:2-Niederlage bei Hannover 96 auf den letzten Tabellenplatz ab. Nichtsdestotrotz hat Trainer Mirko Slomka, der viele Neuzugänge in seiner Mannschaft aufbot, positive Ansätze gesehen. Die Stimmen zum Spiel.

Tayfun Korkut (Trainer Hannover 96): "Es war wichtig, dass wir gut ins Spiel kommen. Wir wollten von Beginn an Druck ausüben, weil wir wussten, dass bei Hamburg mit vielen neuen Spielern nicht gleich alles funktionieren würde, das hat mit der frühen Führung dann auch gut geklappt. Aber die zweite Halbzeit war nicht einfach für uns, weil der HSV auch eine richtig gute Mannschaft hat uns bei uns noch nicht alles perfekt ist. Wir haben auch einen Umbruch hinter uns und ebenfalls viele neue Spieler. Jeder Sieg gibt uns Selbstvertrauen und das haben wir momentan."

Mirko Slomka (Trainer Hamburger SV): "Hannover hat zu Beginn des Spiels sehr clever gespielt. Wir haben unsere Zeit gebraucht, um uns zu finden, 25 Minuten sind aber natürlich zu lange dafür. 96 hat nach einer so langen Serie ohne Niederlage natürlich ein ganz anderes Selbstvertrauen, da traut man sich auch mal riskante Aktionen zu. Positiv war, dass wir nach dem 0:2 nicht den Kopf verloren haben und besonders in der zweiten Halbzeit zu guten Chancen kamen. Das Glück, diese zu nutzen, fehlt momentan, aber das muss man sich auch erarbeiten, das werden wir in den kommenden Tagen tun. Es war einiges neu heute und es war einiges gut, vor allem im zweiten Durchgang, aber richtig gut ist es natürlich erst, wenn du so ein Spiel drehst."

Dennis Diekmeier (Hamburger SV): "Wir waren die ersten Minuten ungeordnet, deswegen sind auch die Gegentore gefallen. Danach wurde es besser und in der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, aggressiv zu spielen und nochmal anzugreifen. Wenn wir ein Ding machen, geht es ganz anders weiter, die Chancen dazu waren ja da."

Johan Djourou (Hamburger SV):
"Zu Beginn des Spiels haben wir Hannover zu viel Platz und zu viel Zeit gelassen und selbst nur lange Bälle gespielt. Das wurde dann im Laufe des Spiels besser, aber die Gegentore fallen natürlich zu einfach, erst nach dem 0:2 haben wir besser gestanden. Insgesamt müssen wir sicher noch besser kommunizieren, aber mit vielen neuen Spielern braucht das seine Zeit."

Matthias Ostrzolek (Hamburger SV):
"Wir haben drei bis vier große Chancen, das 1:2 zu machen, das haben wir leider verpasst, auch, weil das nötige Glück heute fehlte. Zudem haben wir ganz einfach die entscheidenden Zweikämpf verloren und sind jetzt natürlich entäuscht, dass wir auch das Spiel verloren haben."