Gelsenkirchen - Vier Tore und drei Platzverweise, auf Schalke geht es zur Sache (Spielbericht). Beide Trainer sind letztlich aber nicht ganz zufrieden. Die Stimmen zum Spiel.

Jens Keller (Trainer Schalke 04): "Wir können beide nicht zufrieden sein mit dem Schiedsrichter. Es waren ein paar Entscheidungen nicht optimal für beide Mannschaften. Wir waren in der ersten Halbzeit nicht aggressiv genug und haben zu viel gestanden. In der Halbzeit habe ich klare Worte gefunden. Wie die Mannschaft zurückgekommen ist, war großartig."

Thomas Schaaf (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich glaube, dass mehr drin gewesen ist. Wenn man 2:0 führt, muss man sich selbst anhaften, nicht mehr daraus gemacht zu haben. Wir hätten in Überzahl ruhiger und klarer spielen müssen. Aber es war unheimlich viel Hektik im Spiel. Dafür sind wir als Team noch nicht gefestigt genug. Solche Entscheidungen sind mehr als bitter. Uns wurde die Chance genommen, ein besseres Ergebnis zu erzielen."

Klaas-Jan Huntelaar (Schalke): "Am Anfang haben wir nicht gut gespielt. Wir haben uns schwer getan und lagen früh mit 0:2 zurück. Dadurch wurde das ganze natürlich nicht einfach. Wir sind aber stark zurückgekommen und haben ein gute Aufholjagd gestartet. Schade, dass wir zwei Platzverweise bekommen haben. Ich denke, wenn es ganz normal weitergelaufen wäre, hätten wir vielleicht noch gewonnen. Denn nach unserem zweiten Treffer waren wir deutlich besser."

Dennis Aogo (Schalke): "Unterhaltsam war es auf jeden Fall, aber nicht zufriedenstellend für uns. Ich hätte Frankfurt nicht so defensiv erwartet, wie sie letztendlich aufgetreten sind. Wir brauchten einige Minuten, um uns darauf einzustellen. Die Gegentore fielen unglücklich. Nach dem 0:2-Rückstand sind wir mit viel Aufwand zurück ins Spiel gekommen. Es war nicht alles schlecht. Wir haben wieder einmal Moral bewiesen. Wenn wir die beiden Platzverweise nicht bekommen hätten, hätten wir das Spiel für uns entschieden. So ist es total unglücklich: Erstens haben wir nur einen Punkt geholt und zweitens fehlen uns in Bremen zwei wichtige Spieler. Und das in einer Situation, in der uns ohnehin viele Spieler nicht zur Verfügung stehen."

Kaan Ayhan (Schalke): "Nach dem Anschlusstreffer waren wir zwingender. In der zweiten Halbzeit war mehr als genug Unruhe im Spiel. Uns wäre etwas weniger Hektik lieber gewesen, aber das kann man nicht ändern. Damit müssen wir jetzt leben. Wenn man mit zwei Mann Unterzahl agiert, muss man natürlich hauptsächlich verteidigen. Das ist uns zum Glück gut gelungen."

Eric Maxim Choupo-Moting (Schalke): "Frankfurt war sehr defensiv. Wir haben die Lücken nicht gefunden und dumme Gegentore bekommen. Nach dem Ausgleich hatten wir einen psychologischen Vorteil, da wäre mehr drin gewesen. Aber nach zwei Platzverweisen, ist es natürlich schwer. Für uns spricht, dass wir nicht verloren haben, zurückgekommen sind und gekämpft haben."