Jens Keller (Trainer FC Schalke 04): "Wir sind überglücklich. Ein Derby ist immer etwas Besonderes. So einen Sieg zu Hause vor den fantastischen Fans, die uns wieder unglaublich unterstützt haben, zu feiern, ist unglaublich schön. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben von Anfang an Druck gemacht. Der Plan, dass wir über die Außenbahnen in Eins-gegen-Eins-Situationen kommen, ging voll auf. Der Anschlusstreffer hat bei uns einen Knick hereingebracht, was das spielerische angeht. Aber die Jungs haben sich in jeden Ball geworfen und bis zur letzten Sekunde gefightet. Das war große Klasse. Dementsprechend froh dürfte jetzt ganz Schalke sein."

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Schalke hat zwei Tore gemacht, bei denen wir ihnen tatkräftig unter die Arme gegriffen haben. Wer solche Gegentore kriegt, kann generell nur selten Spiele gewinnen. Das ist uns vollkommen klar. Das hat die Partie dramatisch beeinflusst und lag natürlich nicht in unserer Absicht. Nach dem Anschluss haben wir Schalke wundgelaufen und sind marschiert. Die Mannschaft hat alles gegeben. In dem einen oder anderen Moment hat uns die Klarheit oder auch das Glück gefehlt. Im Fußball kann man fast alles erklären. Aber nach so einem Spiel, das für alle Beteiligten diese Wichtigkeit hat, muss man das nicht. Man muss es fühlen. Das tun wir. Nichtsdestotrotz geht es weiter für uns. Ich gratuliere Jens Keller und dem FC Schalke 04 zum Sieg."

"Mit Leidenschaft, Wille und Aggressivität"

Ralf Fährmann (FC Schalke 04): "Es war ein unglaubliches Spiel. Wir haben in der zweiten Halbzeit einfach nur gekämpft, alles gegeben. Schöner kann man sich einen Geburtstag als Schalker nicht vorstellen."

Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04): "Am Anfang waren wir dominant, aggressiver und haben auch die Tore gemacht. In der zweiten Halbzeit kam der BVB mehr. Dann haben wir mit Leidenschaft, Wille und Aggressivität dafür gesorgt, dass wir am Ende gewinnen konnten. Die Fans haben uns die letzten Meter getragen."

Eric Maxim Choupo-Moting (FC Schalke 04): "Es ist oft so im Fußball, dass die Mannschaft, die zurückliegt mehr tun muss. Für uns war es das Wichtigste, kein Tor mehr zu kassieren. Wir haben geführt. Dass wir über Konter gefährlich werden können, wussten wir und haben das auch noch ein, zwei Mal gezeigt. Es war nicht einfach nach der Pause, aber wir haben es gut gemacht und verdient gewonnen.

Neven Subotic (Borussia Dortmund): "Wir haben das Spiel gemacht, in der ersten Halbzeit allerdings nicht so toll. Wir waren trotzdem besser als die Schalker. In der zweiten Halbzeit haben wir noch mal richtig aufgedreht, viele Chancen kreiert. Wir waren sehr, sehr gefährlich, aber konnten einfach den Ball nicht ins Netz hauen. Wir haben jetzt keine gute Situation. Aber da müssen wir jetzt rauskommen."

"Die Enttäuschung ist riesig"

Mats Hummels (Borussia Dortmund): "Wir stehen in der Tabelle nicht da, wo wir stehen wollen."

Matthias Ginter (Borussia Dortmund): "Wir haben wieder relativ schnell zwei Gegentore bekommen, immer nach Standardsituationen. Dann dem 0:2 hinterherzulaufen, war schwierig. In der zweiten Halbzeit haben wir gedrückt, wollten unbedingt das 2:2 machen. Bis zum 16er haben wir es auch gut ausgespielt, aber dann leider nicht die letzte Durchschlagskraft auf den Platz bringen können. Es ist ärgerlich, dass es nicht gereicht hat. Bis auf die Konterchance am Ende haben wir keine Chance der Schalker zugelassen."

Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund): "Die Enttäuschung ist riesig. Wir waren am Anfang der Partie nicht konzentriert genug. Die frühen Gegentore waren schlimm. In der zweiten Halbzeit haben wir am Ende alles versucht, wir hatten auch das Gefühl, das 2:2 schaffen zu können. Es hat leider ein Quäntchen Glück gefehlt."

Erik Durm (Borussia Dortmund): "Die Niederlage tut uns sehr leid, für den Verein, für die Fans. Wir wollten den Dreier unbedingt holen."