Leverkusen - Bayer-Coach Roger Schmidt ist mit 1:1-Halbzeitergebnis überhaupt nicht zufrieden, Werders Robin Dutt freut sich über die Entwicklung seiner Mannschaft.

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Ich glaube, in der ersten Halbzeit müssen wir das Spiel entscheiden. Es muss 5:0 stehen, ohne zu übertreiben. Das 1:1 zur Halbzeit ist ein Witz. Aber Fußball ist nicht immer gerecht, wir haben zu viele Chancen ausgelassen. Wir haben uns nicht belohnt für das, was wir gezeigt haben."

Robin Dutt (Trainer Werder Bremen): "Es ist klasse, wie die Mannschaft sich entwickelt. Es ist ein Fehler, uns spielen zu lassen und am Leben zu lassen. Bis zum 1:0 haben wir ganz hervorragend gespielt und uns gut aus dem Pressing befreit. Mit dem 1:0 haben wir den Faden verloren."

Zlatko Junuzovic (Werder Bremen): "Wir haben zu Beginn gut drin in der Partie. Nach dem 0:1 hat Leverkusen pure Spielfreude ausgestrahlt, haben gut kombiniert und den Ball laufen lassen. Da war der Druck enorm und wir hatten in dieser Phase Glück, da kann es auch 4:0 gegen uns stehen. Aber Sie haben uns Leben lassen und das ist gefährlich, dann schlagen wir zu. Die zweite Halbzeit haben wir dann sehr ausgeglichen gestaltet, da war von der Leverkusener Dominanz nichts mehr zu sehen. So doof sich das nach dem ersten Durchgang anhört, aber wir hätten sogar noch gewinnen können. Nach dem Spielverlauf sind wir mit dem Punkt aber zufrieden. Hier musst du erstmal was mitnehmen."

Clemens Fritz (Werder Bremen): "Nach der Pause sind wir immer besser geworden. Wir haben intensiv gearbeitet - in der Vorbereitung und auch in der Länderspielpause. Da lässt der Trainer nicht locker und man sieht, dass wir topfit sind. Wir wissen, dass wir 90 Minuten oder länger gehen können. Damit, in Leverkusen bei so einer Mannschaft einen Punkt zu holen, können wir zufrieden sein."

Fin Bartels (Werder Bremen): "Mit viel Glück, Rapha im Kasten und dank Pfosten und Latte waren wir zur Halbzeit noch nicht tot. Die zweite Halbzeit konnten wir dann ausgeglichener gestalten. Aufgrund der ersten Hälfte, der Stimmungslage und unserem Comeback ist es ein gefühlter Sieg heute."

Marnon Busch (Werder Bremen): "Es war ein krasses Spiel. Natürlich hatten wir ein Quäntchen Glück, aber ich denke, dass wir auch ohne die Hilfe des Aluminiums hier heute etwas Zählbares geholt hätten. Wir haben vor dem Spiel an uns geglaubt und diesen Glauben nie verloren. Jetzt versuchen wir uns zu steigern und weiter zu machen, denn ein Punkt ist eben nur ein Punkt und kein Sieg. Wir wollen unbedingt auch mal einen Dreier einfahren."