Bremen - Lucien Favre lobt seine Fohlen, Viktor Skripnik zeigt sich als fairer Verlierer. Die Stimmen zum Spiel SV Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach.

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen): "Die bessere Mannschaft hat gewonnen. Gegen Topmannschaften gelingt es uns noch nicht, so gut Fußball zu spielen. Aber wir müssen froh sein, dass wir diese Runde gespielt haben und nicht da unten sind, wo alle derzeit hingucken."

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es war viel Druck da. Wir wussten, dass Leverkusen gute Chancen auf einen Sieg hat. Platz 3 ist ein Erfolg des Kollektivs. Er ist verdient, wir haben sehr hart gearbeitet und Fortschritte gemacht."

"Natürlich ist die Enttäuschung groß"

Franco Di Santo (Werder Bremen): „Gladbach hat eine überragende Mannschaft. Nach dem Führungstreffer haben sie all ihre Klasse gezeigt und den Ball clever durch ihre eigenen Reihen laufen lassen. Wir sind größtenteils nur hinterhergelaufen und konnten daher keine gefährlichen Torchancen mehr erspielen. Natürlich ist die Enttäuschung groß - wir haben nicht so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben."

Sebastian Prödl (Werder Bremen): „Wir haben heute gegen eine richtig gute Mannschaft verloren. Ich will nicht sagen, dass sie übermächtig sind, aber sie sind schon sehr, sehr stark. Wir können trotz der heutigen Niederlage stolz darauf sein, wie wir uns in der Saison zurückgekämpft haben."

Zlatko Junuzovic (Werder Bremen): „Wir haben teilweise gut dagegen gehalten, aber man muss neidlos anerkennen, dass Gladbach die bessere Mannschaft war. Wir haben verdient verloren. Die Borussen haben aktuell eine überragende Form und auch heute mit guten Abläufen und einer tollen Taktik überzeugt. Im Vergleich zum Hinspiel haben sie sogar noch einmal eine Schippe drauf gelegt. Wir haben alles probiert, das hatten wir uns vorgenommen und deshalb sind wir nicht furchtbar enttäuscht.

"Jetzt können wir eine Feier starten"

Christoph Kramer (Borussia M'gladbach): Ich denke, dass der Trainer den größten Anteil an diesem Erfolg hat. Wir haben als Mannschaft aber auch das Von-Spiel-zu-Spiel-Denken gut umgesetzt. Das war nicht nur Gerede. Wir haben uns so in einen Rausch spielen können. Wir sind unglaublich stabil, und jeder läuft für jeden. Es ist riesig, dass ich mich mit dem Einzug in die Champions League verabschieden kann. So verabschiedet man sich gerne, wenn auch mit einem weinenden Auge.

Roel Brouwers (Borussia M'gladbach): Wir sind alle froh, dass wir es geschafft haben. Jetzt können wir eine Feier starten. Wir haben heute, wie auch in der ganzen Saison, sehr gut in der Abwehr gestanden. Als dann das 2:0 fiel, war ich froh, denn dann wusste ich, dass wir den Einzug in die Champions League geschafft haben. Das ist der größte Erfolg in meiner Karriere, ich war schließlich noch nie in der Champions League.

Max Kruse (Borussia M'gladbach): Wir sind sehr froh. Wir haben in der Rückrunde nur ein Spiel verloren - und gegen wen wir alles gewonnen haben, das ist der Wahnsinn. Dortmund, Bayern, Hoffenheim, Wolfsburg, Leverkusen - das muss man sich erst mal vor Augen führen. Wir haben jetzt 66 Punkte, in anderen Jahren hätte man damit um die Meisterschaft mitgespielt.