Sinsheim - Für beide Trainer war der Elfmeter der Knackpunkt des Spiels. Die Stimmen zum Spiel TSG Hoffenheim - Hamburger SV.

Markus Gisdol (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir haben ein gutes Spiel von unserer Seite gesehen. Wir sind sehr gut reingekommen. Nach dem Elfmeter und der Roten Karte war es eine schwierige Situation gegen einen Mann weniger, das ist dann eine psychologische Sache. Da war es sehr wichtig, dass wir die Spielkontrolle hatten."

Joe Zinnbauer (Trainer Hamburger SV): "In den ersten 15 Minuten haben wir viel Druck bekommen, aber wenig zugelassen. Der Elfmeter hat uns aus dem Konzept gebracht. Dennoch konnten wir das Spiel bis zur 80. Minute defensiv kontrollieren und ein paar Nadelstiche nach vorne setzen."

"Elfmeter war eine klare Sache"

Eugen Polanski (TSG 1899 Hoffenheim): "Es ist natürlich schön, zwei Tore zu machen. Beim Elfmeter habe ich mir den Ball genommen, weil ich mich sicher fühlte und "Sali" ja nicht auf dem Platz war. Wir haben als Mannschaft über 90 Minuten sehr gut funktioniert - das war er Schlüssel zum Sieg. Ab Montag müssen wir mit den Köpfen in Paderborn sein. Wenn wir mal zwei Spiele in Folge gewinnen, ist diese Saison einiges drin."

Sven Schipplock (TSG 1899 Hoffenheim): "Der Elfmeter und der Platzverweis haben uns in die Karten gespielt. Aus meiner Sicht war das eine klare Sache. Ich versuche den Ball vorbeizulegen und werde dabei gefoult. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, und es war schön, dass wir das hinten raus souverän geregelt haben."

Kevin Volland (TSG 1899 Hoffenheim): "Das ist ein verdienter Sieg. Die Tore sind im richtigen Moment gefallen. Es war ein starkes Spiel von uns."

Andreas Beck (TSG 1899 Hoffenheim): "Der Zu-Null-Sieg tut uns gut. Eugen hat eine gute Schusstechnik. Dass einer wie er immer aus der zweiten Reihe für Gefahr sorgen kann, ist für die ganze Mannschaft gut. Beim Elfmeter hatte er die nötige Coolness. Wir hatten auf dem Platz zwischen einigen Spielern Augenkontakt, und er hat signalisiert, dass er sich sicher fühlt. In Paderborn erwartet uns in einem kleinen Stadion viel Arbeit. Wir wollen auswärts mal nachlegen. Heute genießen wir erst mal den Sieg."

"Wäre anderen auch nicht anders ergangen"

René Adler (Hamburger SV): "In Hoffenheim in Unterzahl zu spielen, ist für jede Mannschaft schwer. Als das zweite Tor gefallen war, war es nur noch eine Frage der Höhe. Wir müssen auch mal einen machen, dann nehmen wir halt ein 1:1 mit. So machen wir blind auf und verlieren das. Aber das wäre anderen Mannschaften in Unterzahl nicht anders gegangen."

Dennis Diekmeier (Hamburger SV): "Wir müssen uns heute nicht schämen. Wir haben 70 Minuten in Unterzahl gespielt, das ist gegen eine starke Mannschaft wie Hoffenheim natürlich alles andere als leicht. Wir haben es trotzdem gut gemacht und uns auch Chancen erarbeitet, diese aber leider nicht genutzt. Wir haben alles versucht, haben das Spiel lange offen gehalten und auch mehr und mehr nach vorne gespielt. Zum Schluss kontert uns Hoffenheim dann aus." 

Matthias Ostrzolek (Hamburger SV): "Es ist extrem bitter. Nach 20 Minuten war unser Plan für das Spiel natürlich dahin. Wir haben dann versucht weiterhin defensiv sicher zu stehen und haben auf einen Konter oder eine Torchance gelauert. Auch bei Standards hatten wir die eine oder andere Möglichkeit, aber da fehlte uns das Glück. Zum Schluss haben wir dann noch einmal alles nach vorne geworfen und wurden ausgekontert. Solche Spiele passieren, das müssen wir abhaken und uns auf unser Heimspiel konzentrieren."