Köln - Peter Stöger vermisst die Ideen, Christian Streich schaut sich keine Tabelle mehr an und Admir Mehmedi lobt die Defensivleistung: Die Stimmen zum Spiel 1. FC Köln - SC Freiburg:

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir wissen, dass wir in der Bundesliga Spiele gewinnen können, aber dazu müssen wir in allen Bereichen ans Maximum gehen. Das war heute nicht der Fall. Die Ideen bei Ballbesitz waren mangelhaft, auch in der Defensive hat nicht alles gestimmt."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir haben gewusst, dass es sehr sehr umkämpft wird. Wir wollten die Leistung aus dem Pokal fortsetzen und die bestmögliche Kompaktheit herstellen. Das hat meine Mannschaft über 90 Minuten gut hingekriegt. In so einem engen Spiel brauchst Du aber auch immer das Quäntchen Glück. Ich schaue keine Tabelle mehr an, ich schaue nicht mehr auf die Punkte, ich mach's nicht mehr bis zum letzten Spieltag. Dann schauen wir, ob es reicht oder nicht."

"Sehr bitter und ärgerlich"

Kevin Vogt (1. FC Köln): "Wir haben vor dem Spiel gewusst, dass die Freiburger sicherlich nicht Vollgas geben, sondern abwartend agieren und auf unsere Fehler warten werden. So ist es dann auch passiert und wir haben durch einen sehr, sehr unnötigen Ballverlust der dann zum Elfmeter geführt hat das Gegentor kassiert. Ansonsten nehmen wir aus so einer Partie, in der es nicht so gut nach vorne läuft ein 0:0 mit. So ist das für uns sehr bitter und ärgerlich."

Timo Horn (1. FC Köln): "Es ist sehr ärgerlich. Freiburg hat sich sehr tief fallen lassen. Schon von Beginn an, hat der SC die Räume eng gemacht und versucht auf Konter zu spielen und auf unsere Fehler zu warten. In der ersten Halbzeit haben wir wenig zugelassen, aber auch nicht die Lücken vorne gefunden. Dann geraten wir sehr unglücklich durch den Elfmeter in Rückstand. Danach hat Freiburg noch tiefer gestanden und nur noch verteidigt."

"Niemand war sich zu schade"

Jörg Schmadtke (Sportdirektor 1. FC Köln): "Wir haben das Gegentor aus dem Nichts bekommen. Dann haben wir versucht anzurennen, aber keine vernünftige Lösung gefunden."

Admir Mehmedi (SC Freiburg): "Wir müssen jetzt Woche für Woche so spielen und ein kämpferisches Herz zeigen. Wir haben phasenweise spielerisch überzeugt, und niemand war sich zu schade, defensiv zu arbeiten."

Sascha Riether (SC Freiburg): "Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen. Die Erleichterung ist riesengroß. Es war der erste Sieg nach so langer Zeit. Wir haben Ruhe bewahrt, sind nicht nervös geworden und haben intensiv gearbeitet. Wir haben ein paar taktische Sachen verändert. Es hat gut funktioniert." (Zum Interview mit Sascha Riether)

Sebastian Freis (SC Freiburg): "Ich habe mich riesig gefreut, mal wieder in Köln vor dieser tollen Kulisse zu spielen. Dass wir heute unseren ersten Saisonsieg einfahren konnten, macht mich natürlich glücklich und auch stolz, dass wir es heute gepackt haben. Wenn man nur ein Tor vorne liegt, ist es immer eng. Da kann bis in letzter Sekunde etwas passieren. Dementsprechend haben wir alles reingeworfen, kämpferisch alles abgerufen und auch immer wieder gefährlich gekontert. Sonst hätten wir dem Druck nicht standhalten können."

Vladimir Darida (SC Freiburg): "Wir sind sehr glücklich, dass wir heute gewonnen haben. Das war sehr wichtig für das Team. Vielleicht lag es auch an der Erfahrung, aber heute war besonders unsere Defensive sehr stark. Ich habe mich vor dem Schuss für die Ecke entschieden und war deswegen beim Elfmeter auch nicht nervös."