Gelsenkirchen - Schalkes Coach Roberto Di Matteo hat am Ende der entscheidende zweite Treffer gefehlt, Werders Skripnik bewies mit der Einwechslung von Prödl ein glückliches Händchen. Die Stimmenzum Spiel FC Schalke 04 - SV Werder Bremen.

Roberto Di Matteo (Trainer FC Schalke 04): "Wir sind natürlich enttäuscht darüber, dass wir am Ende zwei Punkte verloren haben. Ich denke, die Mannschaft hätte gegen einen zuletzt starken und sehr selbstbewussten Gegner einen Sieg verdient gehabt. Wir haben Werder gut kontrolliert, eine sehr engagierte Leistung gezeigt und nach einer Stunde das wichtige Tor geschossen, um in Führung zu gehen. Danach haben wir vielleicht nicht den Raum genutzt, um den zweiten Treffer zu erzielen."

Viktor Skripnik (Trainer SV Werder Bremen): "Wir sind sehr glücklich über diesen Punkt. Jeder weiß, wie schwer ist es, nach einem Rückstand auf Schalke zu punkten. Es war insgesamt ein gutes Spiel. Obwohl unsere Siegesserie gerissen ist, fahren wir zufrieden mit einem Zähler im Gepäck nach Hause. Nach dem Patzer unseres Torhüters haben wir noch einmal alle Kräfte gebündelt und uns belohnt. Ich habe Sebastian Prödl vor der Einwechslung gesagt, dass er vorne bleiben soll. Denn er ist ein Spieler, der bei Standardsituationen immer für Gefahr sorgen kann."

"Sehr enttäuschend und sehr bitter"

Max Meyer (FC Schalke 04): "Der Punktverlust ärgert mich sehr, denn es hätte uns einen großen Schritt nach vorne gebracht, wenn wir gewonnen hätten. Ich habe auf der Bank nach meiner Auswechslung gehofft, dass wir die Führung über die Zeit bringen. Das hat leider nicht geklappt. Daran ist jetzt nichts zu ändern, wir müssen in der kommenden Trainingswoche wieder Gas geben. Ich denke, mein Schuss beim Tor war schon haltbar, aber im Endeffekt ist mir das egal, wenn er dann drin ist. Der Ausgleich hätte uns nicht passieren dürfen. Wir haben geführt und das Spiel gut im Griff gehabt."

Tranquillo Barnetta (FC Schalke 04): "Wenn man so spät den Ausgleich hinnehmen muss, ist das sehr enttäuschend und sehr bitter. Wir hatten uns viel vorgenommen und viel investiert, doch dann leider am Schluss durch eine Standardsituation zwei Punkte verloren. Im Spiel sind wir immer wieder über die Außen durchgekommen und haben über Flanken zwei, drei gute Chancen gehabt. Wir haben versucht, auch nicht aufzumachen, weil wir schon in der ersten Halbzeit gesehen haben, dass Bremen bei Kontern gefährlich ist. Wir haben nach dem 1:0 trotzdem versucht, nach vorne zu spielen und wenn wir ein bisschen konsequenter sind, machen wir das 2:0."

"Der Punkt geht in Ordnung"

Sebastian Prödl (Werder Bremen): "Das war heute ein klassisches Unentschieden, der Ausgleich war meiner Meinung nach gerecht. Wir haben ein vernünftiges Spiel gezeigt und uns auswärts stabilisiert. Das war in den letzten Monaten noch unser Manko. Ich hatte immer das Gefühl, dass wir hier noch was mitnehmen können, auch als ich auf der Bank saß oder mich warmgemacht habe. Wir haben an uns geglaubt. Keiner wollte durch so ein Gegentor verlieren."

Raphael Wolf (Werder Bremen): "Ich denke, der Punkt geht in Ordnung. Normalerweise ist das ein klassisches 0:0. In der ersten Halbzeit war es ein schweres Spiel, aber wir hatten Schalke über weite Strecken im Griff. Ich denke, wir haben aus dem Spiel wenig zugelassen und standen gut. Der Punkt tut gut und zeigt uns, dass wir auch auswärts und gegen starke Teams punkten können. Wir sind nach einem Rückstand wieder ins Spiel gekommen, das ist immer gut fürs Selbstbewusstsein."