Stuttgart - Der VfB bietet Bayern Paroli , aber am Ende reicht es nicht. Was sagen die Protagonisten? Die Stimmen zum Spiel VfB Stuttgart - FC Bayern München.

Jürgen Kramny (Trainer VfB Stuttgart): "Man hat gesehen, dass wir die Breite von Bayern abdecken wollten mit unserer Fünferkette, aber einmal waren wir zu weit weg, das hat Bayern ausgenutzt, als Georg Niedermeier nicht tief genug steht und das lange Bein rausholt. Nach der Halbzeit waren wir etwas zu passiv, etwas zu tief. Das zweite Tor macht Alaba mit einem kleinen Wackler zu billig. Nach dem Anschluss waren wir dran, aber leider war nicht mehr drin."

Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "Wir hatten viele Probleme, gut anzugreifen, haben zu oft Foul gespielt und so Freistöße und Ecken zugelassen. Damit haben wir es für uns selbst kompliziert gemacht. Aber nach dem Tor haben wir es gut gemacht, vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir haben besser attackiert, die Stürmer haben sich besser bewegt. Wir brauchen jetzt noch drei Siege und ein Unentschieden, um etwas zu schaffen, was noch nie eine Mannschaft in Deutschland geschafft hat."

"Am Ende ist es enttäuschend"

Daniel Didavi (VfB Stuttgart): "Wir können mit diesem Ergebnis natürlich nicht zufrieden sein. Das taktische Konzept haben wir unterdessen gut umgesetzt. Zwischenzeitlich waren wir am Drücker und hätten das 2:2 machen können. Gerade mit unseren Fans im Rücken hätte etwas gehen können. Am Ende ist es enttäuschend, dass nichts für uns herausgesprungen ist. Für uns gilt es, in den nächsten Duellen zu punkten. Unsere Ausgangslage ist immer noch so, dass wir es in der eigenen Hand haben."

Daniel Schwaab (VfB Stuttgart):: "Uns ist es zunächst gelungen, kaum Chancen des Gegners zuzulassen. Das war gut. Die Bayern haben sich mit unserer Spielweise schwergetan und hatten beim ersten Tor Glück. Wir haben auch nach dieser Niederlage noch die Chance den Klassenverbleib aus eigener Kraft zu schaffen. Diese müssen wir in den nächsten Partien nutzen."

Georg Niedermeier (VfB Stuttgart):: "Wir haben uns voll reingehauen und sind gut aufgetreten. Wir wollten die Ausfälle nicht als Ausrede zählen lassen. Wenn der Gegner in der zweiten Hälfte den Ball ins Aus schlägt, um auf Zeit zu spielen, spricht das sicherlich nicht gegen uns. Mit Blick auf die Partie in Augsburg müssen wir das Positive aus dem heutigen Spiel mitnehmen und unsere Chance nutzen. Darauf liegt auch unser Fokus."

"Der Sieg ist gut für den Kopf"

David Alaba (FC Bayern München): "Vor dem 1:0 hat es Stuttgart sehr gut gemacht. Sie sind sehr eng und kompakt gestanden. Deswegen war nicht einfach für uns. Am Mittwoch in Lissabon erwarte ich jetzt ein sehr intensives Spiel. Da müssen wir alles geben."

Franck Ribéry (FC Bayern München): "Am Anfang war es nicht einfach für uns. Wir hatten nicht viel Raum. Das erste Tor war deshalb sehr wichtig für uns. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann sehr gut gemacht. Der Sieg ist gut für den Kopf vor dem Spiel am Mittwoch in Lissabon."