Stuttgart - Der Unterschied in der Tabelle machte sich letztlich auch im Ergebnius bemerkbar. Der VfB Stuttgart versuchte viel, aber Borussia Dortmund war in den entscheidenden Szenen einfach die bessere Mannschaft. So beurteilten die Beteiligten den 3:0-Erfolg des BVB im Schwabenland:

Jürgen Kramny (Trainer VfB Stuttgart): "Nach dem zweiten Tor war es sehr schwierig für eine Mannschaft in unserer Situation. Wir haben immer wieder versucht, in den Strafraum zu kommen, hätten aber konsequenter sein müssen. Wir sind enttäuscht, aber es geht jetzt darum, den Blick nach vorn zu richten. Wir müssen gut arbeiten, uns fokussiert vorbereiten. Jeder weiß, dass es in Bremen ein ganz, ganz wichtiges Spiel ist. Wir müssen die Situation annehmen und alle zusammenstehen. Es gilt, die drei Spiele so anzugehen, dass wir die Situation bewältigen."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Es war uns bewusst, wie stark der VfB offensiv ist. Wir wollten den Ball und die Konter kontrollieren, das ist uns gut gelungen. Wir hatten in der ersten Halbzeit einige Leichtsinnsfehler, haben aber sehr konsequent verteidigt. Wir haben schöne Tore gemacht und verdient die Tore gemacht. Ein dickes Kompliment an die Mannschaft, das war eine absolute Top-Teamleistung. Das macht uns sehr glücklich."

Bürki: "Wir wollen weiterhin jedes Spiel gewinnen"

Julian Weigl (Borussia Dortmund): "Es war wichtig, den Speed den Stuttgart im Angriff hat, früh zu stören. Wir waren sehr gut drin in den Zweikämpfen. Wenn wir eine Flanke zugelassen haben, waren wir in der Box gut besetzt. Wir haben es so geschafft, immer schnelle Gegenstöße zu kreieren und Räume zu finden. Wir haben die Angriffe auch ganz gut zu Ende gespielt. Von der Torfolge war es wichtig, dass wir kurz vor der Halbzeit das 2:0 machen und nach der Pause gleich nachlegen. Stuttgart ist nicht mehr ins Spiel reingekommen. Wir wollen weiterhin immer die beste Leistung abrufen. Jeder, der auf dem Platz steht, hat Lust darauf. Wenn es immer 3:0 ausgeht, dann bin ich sehr zufrieden. Wir schaffen es auch wieder, zu Null zu spielen, in der Defensive kompakt zu stehen."

Roman Bürki (Borussia Dortmund): "Es war ein gutes Fußballspiel. Von der ersten Minuten weg haben wir gut gespielt, wenig zugelassen. Wir haben versucht, die Situationen spielerisch zu lösen und das umzusetzen, was der Trainer uns vorgegeben hat. Das ist uns gut gelungen, wir haben Ball gut in unseren Reihen gehalten. Top, dass wir drei Tore schießen konnten. Die Saison können wir erst nach dem wirklich letzten Spiel wertschätzen. Wir wollen weiterhin jedes Spiel gewinnen, wir sind stolz auf die Leistung von heute und auf den Sieg. Ein großes Lob an die Mannschaft, dass wir wieder so gut aufgetreten sind."

Matthias Ginter (Borussia Dortmund): "Wir haben am Anfang sehr gut dagegen gehalten. Wir haben alles verteidigt, was ging, und wir haben gut gekontert. Das zweite Tor kurz vor der Pause hat uns sehr gut getan. Kurz nach der Pause haben wir den Ball gut laufen lassen und dann das 3:0 gemacht, am Ende hätten wir auch noch das eine oder andere Tor mehr machen können. Aber wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist nicht wichtig, wer spielt, sondern wie wir spielen. Der Trainer kann ohne Bedenken rotieren. Wir werden weiter versuchen, alle Spiele zu gewinnen, um dann mutig und mit Selbstvertrauen ins Pokalfinale zu gehen."

Gentner: Das ist mental eine ganz brutale Nummer

Robin Dutt (Sportdirektor VfB Stuttgart): "Wir sollten uns nicht so lange mit der Analyse aufhalten. Blick nach vorne: Bremen hat verloren, Darmstadt hat verloren. Alle Kräfte bündeln und nach vorne schauen. Rein in das Duell nächste Woche in Bremen und dort gewinnen."

Christian Gentner (VfB Stuttgart): "Wir haben letztlich bis kurz nach dem Seitenwechsel gut dagegenhalten. Die Zeitpunkte des zweiten und dritten Gegentors waren vorentscheidend. Wir müssen uns jetzt zu 100 Prozent auf das Duell in Bremen vorbereiten und dort unser Spiel durchziehen. Das ist mental eine ganz brutale Nummer. Es ist ganz entscheidend, dass sich jeder auf die anstehende Aufgabe fokussiert. Wir dürfen jetzt nicht in Angst verfallen, sondern mit Erfolgserlebnissen im Training arbeiten, um Selbstvertrauen zu tanken. Wir, die Mannschaft, sind die einzigen, die es richten kann."

Florian Klein (VfB Stuttgart): "Dortmund war im Spiel mit dem Ball besser als wir und ist offensiv sehr gut aufgetreten. Wir haben es dagegen nicht geschafft, den Ball ins gegnerische Tor zu bekommen. Nun müssen wir dieses Partie schnell abhaken. Denn jetzt kommt eine sehr, sehr wichtige Begegnung in Bremen. Die Hop-oder-Top-Spiele machen unter dem Strich den Unterschied. Wir müssen jedes Spiel angehen, als sei es das Letzte und müssen nun drei Punkte holen."