Sinsheim - Am letzten Spieltag schlägt der FC Schalke 04 die TSG 1899 Hoffenheim. Das sagen die Protagonisten zum Spiel.

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir hatten in beiden Halbzeiten große Druckphasen. Das Ergebnis spiegelt nicht ganz den Spielverlauf wieder. Wir waren keine drei Tore schlechter."

André Breitenreiter (Trainer Schalke 04): "Wir sind der absolut verdiente Sieger. Meine Mannschaft hat sich sehr spielstark gezeigt und unsere Vorhaben sehr gut umgesetzt. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, wenn man bedenkt, was für einen emotionalen Tag wir hatten."

"Ich hatte ein schwieriges Jahr"

Kevin Kuranyi (TSG 1899 Hoffenheim): "Für mich war es schön heute zum Ende der Saison noch mal dabei zu sein. Ich hatte ein schwieriges Jahr, die TSG hatte ein schwieriges Jahr, aber wir haben es geschafft und sind in der Bundesliga geblieben. Ich habe hier viele neue Freunde gefunden und bin froh, für die TSG gespielt zu haben."

Ermin Bicakcic (TSG 1899 Hoffenheim): "Wir wollten den Fans heute etwas bieten und einen ordentlichen Abschluss haben. Das ist leider gegen eine sehr gute Mannschaft nicht gelungen. Unser großes Ziel nach einer turbulenten Saison haben wir erreicht - darum geht es letztlich. Julian Nagelsmann hat uns viel Vertrauen geschenkt - das war ein Schlüssel. Ich habe mal gesagt, dass wir kämpfen werden solange wir atmen und das am 34. Spieltag abgerechnet wird. So ist es, das haben wir getan. Deshalb sind wir auch in der nächsten Saison in der Bundesliga."

Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim): "Wir waren im Winter in einer sehr schlechten Situation und haben alles gegeben - vor allem auch psychisch. Wir haben es geschafft und müssen das genießen, auch wenn es heute nicht so lief. Jetzt müssen wir den Urlaub nutzen, damit so eine Saison im nächsten Jahr nicht noch einmal vorkommt."

"Ich habe es nicht hingekriegt, dass keine Tränen fließen"

Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04): "Der Sieg war insgesamt sehr verdient. Wir haben es gut gemacht. Es ist sehr gut für den Verein, dass wir uns direkt für die Europa League qualifiziert haben. Man kann jetzt in Ruhe planen. Insgeheim haben wir dennoch auf mehr gehofft. Aber am Ende muss man sagen, dass die Champions-League-Qualifikation nicht gerechtfertigt gewesen wäre. Andere Mannschaften waren diese Saison einfach stärker. Andre Breitenreiter hat uns in der Besprechung mitgeteilt, dass er nächste Saison nicht mehr unser Trainer sein wird. Es war ein sehr emotionaler Moment, genauso wie die Verabschiedung von Horst Heldt nach dem Spiel. Es ist immer sehr emotional, wenn man sich von Menschen trennt, mit denen man lange zusammengearbeitet hat."

Benedikt Höwedes (FC Schalke 04): "Wir standen unter Druck, weil wir unbedingt gewinnen mussten, um die direkte Qualifikation für die Europa League zu schaffen. Es dann ganz gut gelaufen, wir haben gewonnen, Mainz und Hertha haben sich unentschieden getrennt, sodass wir doch noch Fünfter geworden sind. Es war ein versöhnlicher Abschluss, auch weil wir uns von einigen Personen verabschiedet haben, die den Verein verlassen werden. Insgesamt war es alles sehr emotional."

Horst Heldt (Vorstand Sport FC Schalke 04): "Ich habe es nicht hingekriegt, dass keine Tränen fließen. Wenn die Menschen sich bei einem so sehr bedanken, kriegt man seine Emotionen nicht immer in den Griff. Das ist mir bei der Verabschiedung der Mitarbeiter schon nicht gelungen und diesmal auch nicht. Trotzdem war es sehr sehr schön. Dem Trainer war es wichtig, der Mannschaft vor dem Spiel mitzuteilen, dass es das letzte gemeinsame Spiel war. Das ist vollkommen legitim. Das war auch kein einfacher Moment. Andre hat das gut gemacht, die Mannschaft hat es gut aufgenommen und wollte noch mal alles rausholen. Das haben sie gemacht. Deswegen freuen wir uns, dass wir noch Fünfter geworden sind."