Darmstadt - Die Lilien und der VfB teilen sich im Abstiegskampf die Punkte. Was sagen die Protagonisten? Die Stimmen zum Spiel SV Darmstadt 98 - VfB Stuttgart.

Dirk Schuster (Trainer Darmstadt 98): "Es war ein sehr intensives und kampfbetontes Spiel, es ging richtig zur Sache. Der Doppelschlag vor der Pause fühlte sich an wie ein Genickschlag. Danach haben wir eine sehr große Moral an den Tag gelegt. Das war unser bestes Heimspiel in dieser Saison. Wir wollen den Blick nach vorn richten und werden auch in Zukunft punkten können."

Jürgen Kramny (Trainer VfB Stuttgart): "Wir waren froh über den Doppelschlag. Nach der Halbzeit haben wir die Chancen nicht gut ausgespielt. Darmstadt war dem Siegtreffer sicherlich näher, deshalb sind wir mit dem Punkt zufrieden."

"Wir haben Charakter bewiesen"

Peter Niemeyer (SV Darmstadt 98):"Nach dem Rückstand haben wir Charakter bewiesen. Wir kommen sehr gut zurück und haben auch insgesamt ein klasse Heimspiel hingelegt. Am Ende bringt die individuelle Qualität des Gegners ihm einen Punkt, es waren Einzelaktionen, die beide zu Toren führten. Wir waren dem 3:2 dennoch sehr nah am Schluss.  Wir waren wieder mindestens auf Augenhöhe, das gibt uns Mut für die letzten Spiele.

Sandro Wagner (SV Darmstadt 98):"Ohne Frage, wir hätten hier heute gerne gewonnen. Aber es geht weiter, wir müssen positiv bleiben und arbeiten. Wahrscheinlich ist es nur das berühmte Quäntchen Glück, was uns zu Siegen fehlt. Wir wollten in der Schlussphase unbedingt den Sieg, hatten Chancen, aber leider nicht das nötige Glück."

Aytac Sulu (SV Darmstadt 98):"Der VfB hat eben individuelle Qualität, die führt zu solchen Toren. Aber das war heute 90 Minuten toller Fußball von uns. Eigentlich müssen wir heute als Sieger vom Platz gehen. Allerdings bin ich positiv gestimmt, dass wir in Zukunft solche Spiele gewinnen können - dafür war die Leistung heute zu gut. Ich bin stolz auf die Mannschaft, sie hat alles gegeben."

Christian Mathenia (SV Darmstadt 98):"Wir haben heute einen riesigen Aufwand betrieben und hatten große Chancen. Die Szene kurz vor Ende ist sicher bezeichnend, dass der Ball aus drei Metern nicht reingehen will. Das Glück war sicherlich am heutigen Tag nicht auf unserer Seite. Dennoch ist es einen Riesenleistung gewesen, und ich bin absolut stolz auf die Truppe. Wir kommen mit einem tollen Kampfgeist zurück nach dem Rückstand - für mich war das heute unser bestes Heimspiel der Saison."

Mario Vrancic (SV Darmstadt 98):"Das Team hat heute mit dieser Leistung sogar mehr verdient als einen Punkt. Wir hatten das Plus an Torchancen gegen einen VfB, der offensiv großartige Qualität hat. Das ist aller Ehren wert und darf uns Mut machen."

Konstantin Rausch (SV Darmstadt 98):"Wir bekommen eigentlich aus dem Nichts zwei Gegentreffer, bei denen die Stuttgarter den Ball jeweils optimal treffen. Nach der Pause kommen wir sehr gut zurück, nach dem Ausgleich wollte der Ball dann leider nicht mehr rein - Höhepunkt war die Ping-Pong-Aktion kurz vor Abpfiff. Trotzdem sind wir wieder als Team aufgetreten, nur hat uns das nötige Glück gefehlt."

Marcel Heller (SV Darmstadt 98):"Wir haben ein sehr gutes Heimspiel abgeliefert. In der Schlussphase hatte Stuttgart mit Sicherheit Glück, dass wir nicht das 3:2 erzielen. Wir können uns da keinen Vorwurf machen, hätten heute den Sieg verdient gehabt. Trotz allem hat auch Stuttgart enorme Qualität, speziell offensiv - und wir haben einen weiteren Punkt geholt."

"Beide Mannschaften haben alles reingehauen"

Robin Dutt (Vorstand Sport VfB Stuttgart): "Mit Blick auf die Ergebnisse unserer direkten Konkurrenten können wir mit diesem einen Zähler leben, da wir den einen oder anderen von ihnen zumindest auf Distanz halten konnten. Ärgerlich an dieser Begegnung ist aber, wie unsere Gegentore entstanden sind. Beide Situationen waren vermeidbar. Die Mannschaft hat dennoch Kampfgeist bewiesen und entschieden dagegengehalten. Es war unter dem Strich ein Duell, das von vielen Zweikämpfen und Standards geprägt war und mit dem Unentschieden einen gerechten Ausgang hatte.“

Christian Gentner (VfB Stuttgart): "Beide Mannschaften haben alles reingehauen. Wir sind über weite Strecken ordentlich aufgetreten. Für uns war wichtig, dass wir noch vor dem Pausenpfiff zurückgekommen sind. Dann haben wir es aber verpasst, das 2:1 länger zu verteidigen. Nach dem Darmstädter Ausgleich waren wir spielerisch zu ungenau und beim letzten Pass nicht konsequent genug, daher haben auch nicht mehr als diesen einen Punkt mitgenommen.“

Lukas Rupp (VfB Stuttgart): "Wir wollten uns mit einem Sieg hier in Darmstadt einen größeren Puffer auf unserer Verfolger erspielen. Das ist uns nicht gelungen. Wir haben versucht, spielerische Lösungen zu finden,  uns aber letztlich zu zu vielen langen Bällen verleiten lassen. In dieser intensiven Partie war mit einigen zweiten Bällen und vielen Zweikämpfen alles drin."