Hannover - Köln stürzt Hannover im Abstiegskampf noch tiefer in die Krise. Was sagen die Protagonisten? Die Stimmen zum Spiel Hannover 96 - 1. FC Köln.

Thomas Schaaf (Trainer Hannover 96): "Wir sind natürlich megaenttäuscht über dieses Ergebnis. Da kann ich auch natürlich den Frust der Fans verstehen. Es tut mir einfach leid, dass wir im Moment nicht mehr liefern können und es einfach nicht auf die Reihe kriegen."

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Mit diesem Resultat kann man nur sehr, sehr zufrieden sein. Unsere beiden Tore hatten eine befreiende Wirkung. Danach hatten wir das Spiel eigentlich im Griff. Zu unserem Doppel-Torschützen Bittencourt kann ich eigentlich nur sagen, dass es mich für ihn sehr freut. Vielleicht ist bei ihm jetzt der Knoten geplatzt."

"In Halbzeit zwei nicht gut genug"

Ron-Robert Zieler: "Ich kann es absolut nachvollziehen, dass die Fans unzufrieden sind und pfeifen. Die erste Halbzeit war okay. Aber gerade in der zweiten Halbzeit war es einfach nicht gut genug, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Wir haben es den Kölnern heute in manchen Situationen wieder zu einfach gemacht. Wir wussten vorher auch, dass die Kölner über eine kompakte Defensive und ein schnelles Umschaltspiel kommen. Jeder kann die Tabelle lesen und weiß, wie unglaublich schwer es wird. Wir brauchen im Prinzip ein kleines Wunder. Was ich mir für die nächsten Spiele wünsche, ist, dass sich die Mannschaft einfach anders präsentiert.

"Hannover gehört in die erste Liga"

Leonardo Bittencourt: "Es war wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben. Wer letztendlich die Tore macht, ist egal. Trotz der langen Torflaute hat man mir immer den Rücken gestärkt. Mich freut es natürlich, dass ich dieses Vertrauen jetzt zurückzahlen kann. Trotzdem muss ich weiter hart an mir arbeiten. Meinem Ex-Verein drücke ich jetzt natürlich die Daumen. Ich kenne noch sehr, sehr viele Leute in Hannover. Ich hoffe, dass sie irgendwie auf den Relegationsplatz kommen. Der Verein gehört mit diesem Stadion und diesen Fans in die erste Liga."

Frederik Sörensen: "Wir wussten, dass es ein wichtiges Spiel für uns wird und dementsprechend haben wir auch gekämpft. Am Ende haben wir das umgesetzt, was wir uns am Anfang vorgenommen haben und sind jetzt natürlich sehr glücklich."

Jonas Hector (alle 1. FC Köln) "Wir wollten kompakt stehen. Am Anfang waren wir ein wenig verunsichert. Wir haben ein, zwei Situationen zugelassen. Aber die Chancen, die wir hatten, haben wir am Ende eiskalt ausgenutzt."