Gelsenkirchen - Während Markus Weinzierl nach dem Klassenerhalt ein Stein vom Herzen fiel, konnte André Breitenreiter den späten Ausgleich kaum fassen. Die Stimmen zu FC Schalke 04 vs. FC Augsburg.

André Breitenreiter (Trainer FC Schalke 04): "Wir waren dominant, aggressiv in der Zweikampfführung und hatten ein gutes Positionsspiel. Gleichzeitig haben wir sehr diszipliniert gegen die Umschaltbewegungen der Augsburger agiert. Nach der Pause haben wir dann nicht mehr so viele Chancen herausgespielt. Es war uns aber bewusst, dass es ein Geduldspiel wird. Durch die Hereinnahme von Junior Caicara wollten wir mehr Druck über die Flügel erzeugen. Dieser Plan ist aufgegangen. Nach dem Führungstor von Klaas-Jan Huntelaar waren wir auf einem guten Weg, die drei Punkte hier zu behalten. Im zweiten Durchgang haben wir keinen einzigen gefährlichen Torschuss zugelassen - bis zum Ausgleich. Das ist sehr, sehr bitter, denn wir haben sehr viel investiert. Leider haben wir uns nicht mit drei Punkten belohnt."

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): "Es war ein unheimlich intensives Spiel für meine Mannschaft. Gott sei Dank haben wir uns am Ende belohnt. Das war eine Willensleistung, denn auf Schalke zu punkten ist nicht leicht. Ich kann nur jedem einzelnen Spieler zum Klassenerhalt gratulieren. Kurz vor dem Anpfiff mussten wir kurzfristig umstellen, da sich zwei Spieler verletzt hatten. So etwas habe ich noch nie erlebt."

Huntelaar: "Es tut sehr weh"

Klaas-Jan Huntelaar: "Wir haben viel investiert, um in Führung zu gehen. Das hat 82 Minuten gedauert. Umso bitterer, dass wir dann kurz vor dem Ende noch den Ausgleich kassieren. Dieses späte Gegentor müssen wir nun erst einmal verdauen. Das Ding hätten wir eigentlich nach Hause bringen müssen. Über die gesamte Dauer hat Augsburg die Räume eng gemacht, wir hätten schneller spielen müssen, um weitere Chancen zu kreieren. Das war nicht so gut von uns. Es tut sehr weh, dass wir nach diesem Spiel auch die Champions-League-Ambitionen ad acta legen müssen."

Joel Matip: "Es war ein sehr emotionales Spiel für mich. Schalke ist mein zu Hause, der Verein hat mein Leben geprägt. Es ist unheimlich schwer, mich heute bei den Fans verabschieden zu müssen - und das leider ohne ein Happy End. Wir hätten die Partie unheimlich gerne gewonnen und uns die Chance auf die Champions League gewahrt. Das Endergebnis trübt diesen großartigen Abschied für mich."

Max Meyer (alle Schalke): "Wir haben nach der Führung zu wenig für unser Offensivspiel gemacht und beim Gegentor zu passiv agiert. Wenn man dann solch ein Ding in letzter Sekunde kassiert, ist das einfach nur bitter. Das Spiel muss aufgearbeitet werden, die Köpfe wieder nach oben gehen. In Hoffenheim ist das Ziel klar: Drei Punkte, um der Qualifikationsrunde zur Europa League aus dem Weg zu gehen."

Baier: "Ich bin einfach froh"

Daniel Baier: "Die Jungs müssen mir einfach öfter rund um den Sechzehner den Ball auflegen, dann mache ich die Dinger auch. Ich bin einfach froh, dass wir heute den Schlussstrich unter eine anstrengende Saison ziehen konnten. Jetzt wollen wir den Fans im letzten Heimspiel gegen den HSV einen grandiosen Abschluss bieten." 

Marwin Hitz (beide Augsburg): "Ich bin davon ausgegangen, wenn wir heute nicht gewinnen, haben wir gegen den HSV ein Endspiel. Aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und uns das Quäntchen Glück, jetzt schon gerettet zu sein, auch hart erarbeitet. Dass meine Rekordserie ohne Gegentor gerissen ist, ist mir heute total egal. Wir können stolz auf uns sein."