Ingolstadt - Der FCI sammelt auch beim 1:0-Sieg gegen Mainz weiter fleißig Punkte in Richtung Klassenerhalt. Was sagen die Protagonisten? Die Stimmen zum Spiel.

Ralph Hasenhüttl (Trainer FC Ingolstadt): "Wir sind sehr froh über diesen Start, wir wussten um die Schwere der Aufgabe. Es war nicht das Spiel mit den ganz großen Torszenen, es war ein typisches FCI-Spiel, wo um jeden Zentimeter gekämpft wird. Die 23 Punkte nimmt uns keiner mehr - und weiter geht die Jagd. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns."

Martin Schmidt (Trainer Mainz 05): "Ich ziehe ein kritisches Fazit, das war zu wenig. Wir hatten unsere Umschaltchancen, haben das aber zu unsauber gespielt, das reicht nicht, um einen Konter durchzuziehen. Wir haben zu wenig Druck in der Box erzeugt, oft falsche Lösungen gewählt. Wir sollten uns lieber selber an der Nase nehmen, als den Elfmeter als Ausrede zuzulassen."

"Ein sehr enges Spiel"

Dario Leczano (FC Ingolstadt): "Es war ein guter Start für mich in die Bundesliga. Ich bin froh, dass wir am Ende siegreich waren und ich meinen Teil dazu beitragen konnte. Diese Liga ist absolut etwas anderes als in der Schweiz, alles ist größer. Dass ich hier die Chance bekomme, mich zu zeigen, ist eine große Ehre und ich will weiter Vollgas geben und mit dem Team um Punkte kämpfen."

Pascal Groß (FC Ingolstadt):Es war natürlich ein sehr enges Spiel, diesmal konnten wir den Sieg aber erzwingen und hatten den entscheidenden Moment auf unserer Seite. Ich denke, dass man die beiden strittigen Szenen im Mainzer Sechzehner durchaus mit Elfmeter ahnden kann. Wir freuen uns, dass wir so positiv gestartet sind. Auch wenn es mich ärgert gegen Dortmund nicht dabei sein zu können, bin ich im Moment einfach glücklich, dass wir uns heute für eine harte Vorbereitung belohnt haben.

"Unser Spiel nicht durchgebracht"

Julian Baumgartlinger (1. FSV Mainz 05): Wir haben schon im Hinspiel gesehen, dass es schwer wird, wenn Ingolstadt in Führung geht, weil sie in der Defensive gut stehen. Am Ende müssen wir uns eingestehen, dass wir unser Spiel nicht so durchgebracht haben, wie wir es wollten.

Danny Latza (1. FSV Mainz 05): "Das war bitter. Wenn der Elfmeter nicht gegeben wird, geht es 0:0 aus. Die Mannschaften waren auf Augenhöhe und es war viel Kampf im Spiel. Uns war von vornherein klar, dass es hier schwer wird, weil die immer gut stehen. Wenn der Elfmeter nicht gepfiffen wird, geht es vielleicht 0:0 aus und dann sind wir mit einem Punkt auch zufrieden."

Stefan Bell (1. FSV Mainz 05): "Ich glaube, ich stehe ganz normal und drehe mich reflexartig ein bisschen zur Seite, was man nicht machen sollte, aber auch nicht verhindern kann. Ich habe den Arm nicht extrem weit weg vom Körper und auch nicht über Schulterhöhe. Es war die Haltung, die von den Schiris immer als normal bezeichnet wird. Und dann wird es wieder gepfiffen. Man weiß nicht mehr, wie man sich verhalten soll."