Dortmund - Ein Dosenöffner, ein fairer Verlierer und ein Pechvogel des Tages: Die Stimmen zum Spiel Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach.

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Ich hatte das Gefühl eines Sieges schon so lange nicht mehr, dass ich kaum Worte für finde. Wir haben jetzt endlich eine zweistellige Punktzahl. Wenn das der Dosenöffner gewesen sein sollte, nehm ich das gerne hin. Die Mannschaft hat ein außergewöhnliches Spiel für eine solche Situation gemacht. Wir haben einen Haufen Chancen vergeben, und dann fiel so ein kurioses Tor. Christoph Kramer hat jetzt ungewollt einen Platz in unserer kleinen Geschichte. Aber er ist ein außergewöhnlicher Spieler und für ihn wird dieses Tor als Kuriosität eine kleine Randnotiz in seinem Leben bleiben."

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Dortmund hat den Sieg verdient. Sie waren besser als wir, sie haben viel Druck gemacht. Das 0:0 zur Halbzeit war sehr glücklich für uns. Das Gegentor fiel zu einem sehr unglücklichen Zeitpunkt, da Dortmund nicht mehr die ganz großen Chancen hatte."

"Ich habe gesagt, dass es mir leid tut"

Sebastian Kehl (Dortmund): Ich habe Kramer nach dem Tor gesagt, dass es mir Leid tut. Ich konnte in dem Moment mit ihm mitfühlen. Es ist ungewöhnlich, durch so ein Tor zu gewinnen, aber wird sind jetzt sehr glücklich darüber.

"Muss mich bei allen Gladbachern entschuldigen"

Christoph Kramer (M'Gladbach): Als der Ball den Fuß verlassen hat, habe ich schon gedacht: Scheiße. Ich weiß nicht, ob einer schon mal von so einer Entfernung ein Eigentor geschossen hat.  Das kann passieren, aber so wie ich heute gespielt habe, das darf nicht passieren. Ich muss mich bei den Gladbachern entschuldigen. Dortmund hat uns super zugestellt und uns alle unserer Stärken beraubt.

Andre Hahn (M'Gladbach): Wir haben heute eine miserable Leistung gezeigt. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, hatten in 90 Minuten keinen einzigen gefährlichen Torschuss. Zudem haben wir uns defensiv sehr viele Fehler erlaubt und haben deshalb nie Zugriff auf das Spiel bekommen. Mit viel Glück hätten wir vielleicht ein 0:0 erringen können, aber das Eigentor hat auch irgendwie zu unserer Leistung gepasst. Aber niemand von uns macht Christoph deshalb einen Vorwurf. Wir haben heute alle schlecht gespielt, deswegen geht die Niederlage auch völlig in Ordnung.

Max Kruse (M'Gladbach): Wir wussten, dass unsere Serie irgendwann reißen wird und wir nicht jedes Spiel ungeschlagen überstehen werden. Vielmehr ärgert mich die Niederlage aber, weil wir Dortmund gerne auf Distanz gehalten hätten. Ich bin aber überzeugt, dass wir nur wegen eines schlechten Spiels sicher nicht einbrechen werden. Wir haben auch heute nur einen Gegentreffer kassiert. Ein Tor hätte also gereicht, um einen Punkt mitzunehmen. Doch dafür haben wir nach vorne einfach zu wenig gezeigt. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, um uns auf das nächste Spiel vorzubereiten und dann hoffen wir, dass wir gegen Frankfurt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren werden.