Dortmund - BVB-Trainer Thomas Tuchel ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden, FC-Trainer Peter Stöger lobt sein Team. Die Stimmen zum Spiel Borussia Dortmund - 1. FC Köln.

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Wir haben vor zehn Tagen aufgehört, am Limit zu spielen. Wir haben einen Spannungsverlust im Spiel und der Haltung, den ich nicht akzeptieren kann. Wir wollten unbedingt mit fünf Punkten Rückstand nach Berlin fahren. Wir müssen unsere Form und Haltung wiederfinden."

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind sehr zufrieden. Wir wussten, wie schwer es werden würde. Wir wussten, welch außergewöhnliche Mannschaft der BVB hat."

"Gegen Bayern wird es ein ganz anderes Spiel

Sven Bender (Borussia Dortmund): "Wir haben kein gutes Spiel gemacht, ich selbst auch nicht. Vor dem ersten Tor ist es auch ganz klar mein Fehler. Wir hatten über das gesamte Spiel zwar viel Ballbesitz, haben aber immer wieder Konter zugelassen und nicht das gezeigt, was wir wollten. Wir müssen uns jetzt zusammenraufen, uns sehr konzentriert auf das Finale vorbereiten und da einfach Vollgas geben und alles raushauen."

Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund): "Das war das zweite Spiel in Folge, in dem wir mit einem tiefstehenden Gegner nicht so umgehen konnten, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir hatten zwar Lösungen, konnten die aber nicht richtig ausspielen. Doppelt bitter ist natürlich, dass Köln mit zwei Kontern dann sogar in Führung geht. Ich bin froh, dass wir zumindest noch das 2:2 geschossen haben und so unsere Heimserie gehalten hat."

Gonzalo Castro (Borussia Dortmund): "Insgesamt können wir nicht zufrieden sein. Ich kann mir auch gar nicht so richtig erklären, woran es lag. Köln hat das sehr gut gemacht, gerade ihre Konter haben sie eiskalt genutzt. Ich glaube sie haben drei Chancen und machen daraus drei Tore. Ich mache mir da jetzt aber gar keine Sorgen mit Blick auf das Finale nächste Woche. Die Luft war einfach ein bisschen raus. Gegen die Bayern wird es ein ganz anderes Spiel werden, da werden wir den Schalter auch wieder umlegen können."

"Bin stolz, Teil dieser Truppe zu sein"

Yannick Gerhardt (1. FC Köln): "Es war nicht leicht, wir mussten immer wieder verschieben, weil die Dortmunder sehr variabel spielen. Da muss man immer hellwach sein, viel reden. Aber ich denke, das ist uns sehr gut gelungen und deswegen können wir mit dem Ergebnis sehr gut leben."

Thomas Kessler (1. FC Köln): "Man muss herausheben, dass wir die letzten fünf Spiele ungeschlagen geblieben sind und die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz beendet haben. Das ist aller Ehren wert, denn seit 1992 hat Köln das nicht mehr geschafft. Ich bin stolz, Teil dieser Truppe zu sein. Dennoch ärgert mich das Freistoß-Gegentor. Das ist schon mein Anspruch, den zu halten."

Matthias Lehmann (1. FC Köln): "Die ersten zehn Minuten hatten wir extreme Probleme, danach haben wir die Räume viel besser geschlossen. Wir hatten dann sogar noch die Chance auf das 3:1. Kompliment an die Jungs, hier zu bestehen.