Mainz - Zoltan Stieber wird den Zweitligisten Alemannia Aachen am Ende der Saison verlassen und zum 1. FSV Mainz 05 in die Bundesliga wechseln.

Über die Ablösesumme haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart. "Es ist nie leicht, einen guten Spieler abzugeben", sagt Sportdirektor Erik Meijer. "Im Fall von Zoltan Stieber stimmt die Gegenleistung. Wir haben uns entschieden, den Transfer zu diesem frühen Zeitpunkt abzuwickeln, um genügend Zeit zu haben, einen Nachfolger zu verpflichten. Spieler auszubilden und Transfererlöse zu erzielen, gehört zu unserem Konzept."

"Chance, die ich gerne ergreifen möchte"

Stieber wechselte im Sommer 2010 ablösefrei von der TuS Koblenz an den Tivoli und schaffte bei den "Schwarz-Gelben" auf Anhieb den Durchbruch. Nachdem Coach Peter Hyballa den gelernten Mittelfeldspieler zum Angreifer umfunktioniert hatte, gelangen dem Ungarn bislang 14 Vorlagen und sechs Tore. "Es war die goldrichtige Entscheidung, zur Alemannia zu kommen. Der Verein, die Fans, die Mannschaft, der Trainer - all das ist perfekt für mich. Aber ich habe jetzt eine Chance erhalten, die ich gerne ergreifen möchte", sagt Stieber, der bei den Rheinhessen einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat.

"Als Trainer gibt man seinen besten Vorlagengeber nicht gerne her. Zoltan hat bei uns eine Entwicklung genommen, von der so nicht auszugehen war. Wir wünschen ihm alles Gute und werden alles daran setzen, Spieler zu finden, die ab Sommer in seine Fußstapfen treten", sagt Coach Peter Hyballa.

"Nächster Schritt in meiner Entwicklung"

Auf der Gegenseite zeigt Christian Heidel, Manager des 1. FSV Mainz 05, seine Begeisterung: "Wir freuen uns sehr, dass er sich für uns entschieden hat. Er ist ein technisch sehr veranlagter, schneller und variabel einsetzbarer Spieler mit Entwicklungspotenzial, der unser Offensivspiel bereichern wird."

Stürmer Zoltan Stieber freut sich bereits auf seine neue Aufgabe am Bruchweg: "Der Wechsel ist der nächste Schritt in meiner Entwicklung. Mainz 05 hat eine junge, hungrige Mannschaft, mit der ich in der Bundesliga spielen kann, und einen Trainer, der junge Spieler sehr gut fördert."