Auch nach seiner aktiven Karriere ist Holger Hieronymus dem Profifußball erhalten geblieben. Als DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb ist er maßgeblich an der Entwicklung der Bundesliga beteiligt - am 22. Februar feiert er seinen 50. Geburtstag.

Seit Februar 2005 arbeitet Holger Hieronymus für die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH in Frankfurt, ist inzwischen auch stellvertretender Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

Große Erfolge mit dem HSV

"Für mich ist es nach wie vor ein erfreulicher Umstand, dass ich auch nach meiner aktiven Zeit im Profifußball tätig sein darf", sagt Hieronymus, der zwischen 1979 und 1984 insgesamt 121 Bundesliga-Spiele (7 Tore) für den HSV bestritt.

Dort feierte er auch seine größten Erfolge: Mit dem Hamburger SV wurde er zwei Mal Deutscher Meister (1982, 1983) und gewann 1983 sogar den Europapokal der Landesmeister. Im Finale in Athen besiegte die Mannschaft von Ernst Happel durch ein Tor von Felix Magath den italienischen Meister Juventus Turin mit 1:0.

Sein Profidebüt feierte Holger Hieronymus zuvor in der Spielzeit 1978/79 für den FC St. Pauli in der 2. Bundesliga. Nachdem Holger Hieronymus nach einem Kreuzbandriss im Alter von nur 25 Jahren seine Profikarriere viel zu früh beenden musste, widmete er sich intensiv seiner beruflichen Fortbildung.

"Ich muss im Sinne der Liga immer das Ganze sehen"

Als inzwischen ausgebildeter Kaufmann führte ihn dann der Weg 1997 zum Hamburger SV zurück, für den er zunächst als Marketing-Direktor, später schließlich als Sportdirektor und vorübergehend sogar als Interimstrainer arbeitete.

"Meine Aufgabe bei der DFL ist nun natürlich eine ganz andere als beim Club", erklärt Holger Hieronymus. "Ich muss im Sinne der Liga immer das Ganze sehen. Und mit meinem Zuständigkeitsbereich Spielbetrieb bin ich dem Sport immer noch sehr nahe."

Komplexes Aufgabengebiet

Für die Liga widmet er sich mit seinem Team einem komplexen Themenfeld: Vertragswesen, Spielplanung, Leistungszentren der Clubs, Fanangelegenheiten sowie Stadion-Infrastruktur sind nur einige Bereiche, die zu seinem Tagesgeschäft gehören. Dabei ist ihm ein enger Kontakt zu den Clubs und ihren Verantwortlichen sehr wichtig.

Viele Manager und Sportdirektoren kennt Hieronymus sogar noch als Mit- oder Gegenspieler: "Das erleichtert natürlich manchen Dialog. Zumal wir alle dasselbe Ziel haben: Die Bundesliga auf höchstem Niveau wieder konkurrenzfähig machen und den Sport wieder in den Mittelpunkt des Interesses rücken."

So lautet sein Vorhaben für die Zukunft.