Köln - Der FC Schalke 04 hat sich mit einer starken Kampagne in der aktuellen Flüchtlingsthematik klar positioniert und zeigt damit, dass auch ein Fußballclub soziale Verantwortung trägt.

Wie die Schalker auf ihrer Homepage mitteilen, entstand bei Spielern, Mitarbeitern, Verantwortlichen und Vereinsgrößen in den vergangenen Wochen der große Wunsch, eine gemeinsame Aktion an den Start zu bringen. In einem Video bringt der Club die Zentrale Botschaft von “steht auf“ auf den Punkt.

In bewegenden Worten versetzt sich Gerald Asamoah in die Lage der Flüchtlinge. Wenn man als Spieler nach einer schlechten Leistung auf dem Platz ausgebuht werde, könne man nach Hause fahren in ein Umfeld, in dem man akzeptiert wird. “Aber diese Menschen sitzen in einem Heim. Um sie herum stehen 1000 Leute und wollen an sie heran.“

"Ist es richtig, was ich denke oder tue"

Der Vizeweltmeister von 2002 hat die aktuellen Bilder von Attacken gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte vor Augen. “Ich will keinen bekehren. Jeder soll seine Meinung haben. Aber wenn man sagt, man ist ein Mensch, muss man auf sein Herz hören und sich fragen: ‚Ist es richtig, was ich denke oder was ich tue?‘“

Und Asamoahs Appell geht weiter: “Wenn alle Leute Zivilcourage zeigen, wenn sie darüber reden und sagen: ‚So geht es nicht!‘ Dann erreicht man sehr viel. Wir müssen ein Zeichen setzen. Das heißt: Wir müssen aufstehen!“

Dass diese Haltung im Geiste der Werte des FC Schalke 04 ist, dokumentiert Asamoah anschließend mit dem Profikader des FC Schalke 04. “Steht auf, wenn ihr Schalker seid“, bei diesem Slogan aus der Fankurve erheben sich demonstrativ alle Spieler, Trainer und Vorstände. “Steht auf, wenn ihr Menschen seid“ ruft Asamoah im Namen des Clubs mit Blick auf die aktuelle gesellschaftspolitische Debatte auf.

Die Bundesliga hilft

Der Club lässt auch Taten sprechen. Bereits seit Sommer hilft Schalke mit seiner Aktion “Kumpelkiste“ bedürftigen Menschen in ganz Deutschland. Zudem lud die Vereinsstiftung “Schalke hilft!“ Flüchtlinge ins Stadion ein. Weitere Aktionen sollen in den kommenden Wochen folgen.

Und der FC Schalke steht mit seiner Hilfsaktion nicht allein: Die Bundesliga hilft.