Die Fans feierten ihren Helden, der Trainer freute sich über die gelungene Generalproble vor dem Bundesliga-Start am Sonntag gegen Hertha BSC Berlin mehr als geglückt.

Gegen den 31-maligen spanischen Meister Real Madrid kam Eintracht Frankfurt zu einem verdienten 1:1 Die Hessen waren dem Starensemble von Real Madrid ebenwürdig, profitierten aber von einem überragendem Oka Nikolov.

Der Mazedonier vereitelte in den 90-Minuten gleich mehrere Großchancen und parierte nicht nur gegen Sergio Ramos, Mahamadou Diarra oder den ehemalige Hamburger Rafael van der Vaart.

Nikolov auch gegen Hertha im Tor

Seine starke Form darf der Eintracht-Torhüter schon am Sonntag gegen Hertha BSC bestätigen Trainer Friedhelm Funkel traf seine Entscheidung bereits vor Wochen. "Ich habe aufgrund der Verletzung und der fehlenden Fitness von Markus Pröll entschieden, dass Oka Nikolov am ersten Spieltag im Tor stehen wird", sagte Funkel auch nach dem Spiel gegen die Madrilenen, die in Bestbesetzung auftraten.

Das die Entscheidung pro Nikolov absolut richtig ist, bestätigte sich gegen Madrid. "Oka Nikolov ist über sich hinausgewachsen. Wir hätten heute ohne ihn hier verloren", so Funkel, der den Kampf um die endgültige Nummer 1 bei der SGE nach wie vor offen hält: "Ich habe mich diesbezüglich noch nicht entschieden", so Funkel.

Nikolov-Sprechchöre

Auch die Fans in der ausverkauften Commerzbank-Arena honorierten die Leistung des Torhüters. Jeder Ballkontakt Nikolovs wurde mit großem Applaus begleitet und mit Sprechchören gefeiert. Die Spieler von Real Madrid mussten ebenfalls anerkennen, dass sie an diesem Abend ihren Meister in Oka Nikolov gefunden hatten.

Raul und Co. klatschten nach vergebenen Chancen mit dem Eintracht-Keeper ab und gratulierten ihm so zu seiner starken Leistung. Nur der Brasilianer Robinho konnte Nikolov in der 71. Minute überwinden. Beim Tor war er machtlos.

Eintracht erste Halbzeit ebenbürtig

Nicht nur Nikolov war in der ausverkauften Commerzbank-Arena ein Lichtblick: Bei den Frankfurtern gefiel auch die starke rechte Seite mit Patrick Ochs und dem quirligen Markus Steinhöfer. Vor dem Ligaauftakt gegen Hertha BSC Berlin konnte Friedhelm Funkel auch mit Habib Bellaid und dem Fitnesszustand seines Teams zufrieden sein. Der Neuzugang markierte auch den Treffer der Eintracht.

In der ersten Hälfte war die Eintracht mit Real auf Augenhöhe. Erst in der zweiten Halbzeit zeigten die Spanier ihre spielerischer Überlegenheit. Doch die Eintracht hielt mit viel Einsatz und Kampf dagegen und bleib über Konter immer gefährlich. Fast hätte es sogar zum Sieg gereicht, wenn Russ und Meier ihre Chancen in der Schlussphase genutzt hätten.

Reichlich Selbstvertrauen

Trainer Funkel war daher mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden: "Mir hat es Spaß gemacht, ich denke, wir haben ein gutes Spiel gesehen. Nur in der zweiten Halbzeit haben wir Madrid etwas zu viel Platz gelassen." Was aber auch damit zu tun hatte, dass er im zweiten Durchgang sechs Mal wechselte.

Mit dem 1:1-Unentschieden hat die Eintracht vor dem Saisonstart reichlich Selbstvertrauen getankt und geht mit breiter Brust ins erste Heimspiel. Kann die Mannschaft dieselbe Einstellung an den Tag legen wie am Dienstag, können sich die Fans auf einen tollen Saisonstart ihrer Eintracht freuen.