München - Die 50. Bundesliga-Saison läuft - und nach nur zwei Spieltagen sind bereits die ersten Tendenzen zu beobachten: Starke Aufsteiger, tadellose Torhüter und toller Konterfußball. bundesliga.de präsentiert die aktuellen Trends.

Selbstbewusste Aufsteiger

Eintracht Frankfurt, Greuther Fürth sowie Fortuna Düsseldorf kamen richtig gut aus den Startlöchern und holten zusammen 13 Punkte. Das sind im Schnitt 4,3 Zähler pro Team. Nur in der Saison 1971/72 waren die Neulinge stärker (Schnitt 4,5 Punkte pro Team). Die Basis der drei Aufsteiger ist bislang die stabile Defensive. Insgesamt kassierte das Trio weniger Gegentore als die Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund, Bayern München und Schalke 04.

Starke Auswärtsteams

Es gab an den ersten beiden Spieltagen genau so viele Heim- wie Auswärtssiege (jeweils sieben, plus vier Remis). Die Gastmannschaften (25 Tore) erzielten dabei sogar mehr Treffer als die Heimteams (23). Die beiden höchsten Auswärtssiege (Auswärtstabelle) feierten sowie (jeweils 4:0).

Gefahr von außen

An den ersten beiden Spieltagen sorgten die Mannschaften vor allem über die Außenpositionen für Gefahr. Über ein Viertel der Tore (14 von 48) fiel nach Flanken. Kein Wunder also, dass über ein Drittel aller Treffer (19 von 48) per Kopf erzielt wurde. Über die Hälfte aller Tore (25 von 48) ging übrigens auf das Konto von Mittelfeldspielern - der Anteil der Stürmertore liegt hingegen "nur" bei 35 Prozent (17 von 48). Noch nicht so in Torlaune präsentierten sich bislang die Legionäre (Torjäger). Nur 46 Prozent der Treffer wurden in der laufenden Spielzeit durch ausländische Spieler markiert. Zum Vergleich: In der gesamten Vorsaison betrug der Anteil 58 Prozent.

Ballverlust, Konter, Tor

Nach diesem Schema ist ein Viertel aller Tore gefallen (12 von 48). In der kompletten vergangenen Saison lag der Wert bei 18 Prozent. Alleine am fielen acht Treffer nach gegnerischem Ballverlust. Schnelles Umschalten ist in der Jubiläums-Saison also wichtiger denn je.

Tadellose Torhüter und Nervenflattern beim Strafstoß

Die Torhüter der Bundesliga werden ihrem glänzenden Ruf gerecht. Es gab noch keinen groben Fehler eines Schlussmannes unmittelbar vor einem Gegentor. In der vergangenen Saison hatten sich die Keeper zu diesem Zeitpunkt schon fünf Fehlgriffe geleistet, die Gegentore zur Folge hatten. Während die Männer zwischen den Pfosten Nervenstärke beweisen, kann man das von den Elfmeterschützen nicht unbedingt behaupten. Nur drei der fünf Strafstöße wurden verwandelt. Das entspricht einer Erfolgsquote von lediglich 60 Prozent - wenn das so weitergeht, würde das am Saisonende einen historischen Negativrekord bedeuten. Wie geht die Saison nach der Länderspielpause weiter? Mit dem Tabellenrechner können Sie die nächsten Partien tippen und Schicksal spielen!