Hamburg - Beim Freundschaftsspiel gegen den TSV Nützen konnte der FC St. Pauli sich 90 Minuten den Bundesliga-Frust von der Seele schießen. 25:0 hieß es am Ende gegen den Kreisklassisten - Marius Ebbers und Gerald Asamoah erzielten jeweils sieben Treffer.

Sieben Minuten wehrten sich die Kicker des TSV Nützen tapfer, dann aber war der Bann gebrochen. Ein Kopfball von Gerald Asamoah strich noch Zentimeter am Gebälk vorbei (6.), knapp vierzig Sekunden später legte der bullige Stürmer für Marius Ebbers auf - 1:0 für den Gast aus Hamburg. Beim letzten Gastsspiel des FC St. Pauli in Nützen im Jahr 1988, konnten die Hausherren sich eine Minute länger wehren, gab der Stadionsprecher prompt durch. Dass es am Ende ein Gegentreffer weniger als beim ersten Duell sein sollte, konnte den TSV trösten.

Ebbers erwischt Blitzsatrt

Angetrieben vom nur selten sitzenden Holger Stanislawski schob St. Pauli je nach Vorgabe weit in die gegnerische Hälfte vor und attackierte früh und heftig - oder ließ sich tief fallen, um nach Ballgewinn schnell umzuschalten. Nach dem ersten Treffer nutzten die "Braun-Weißen" nahezu jede sich bietende Gelegenheit, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.

Alleine Marius Ebbers netzte in den ersten elf Minuten drei Mal ein (7., 9., 11.). Die linke Seite über Jan-Philipp Kalla und Rouwen Hennings sorgte für stetigen Druck. Hennings gelingt nach Vorarbeit von Florian Bruns erst ein eigener Treffer (15.), dann legt der Außenstürmer für seinen linken Verteidigerkollegen auf - der Linienrichter hebt zwar kurzzeitig die Fahne - nach dem Treffer von Kalla aber ist diese auch ganz schnell wieder unten (17.).

Einem Gunesch-Kopfballtreffer nach Ecke von Matthias Lehmann (19.) folgen die 25 Minuten des Gerald Asamoah. Sechs Treffer erzielt die Nummer 13 noch vor der Pause - ein mehr als deutliches Resultat für die Kabinenansage.

Viele Wechsel zur Pause

Nach sechs Wechseln zur Pause war der Spielfluß erst einmal raus. Drei Bälle kann der neue Nützener Keeper Lukas Jittler entschärfen, dann fasst sich Florian Lechner ein Herz und markiert per Linksschuß das 16:0 (51.). Erneut müssen die Fans zehn Minuten auf den nächsten Treffer warten, Foul an Deniz Naki im Strafraum. Elfmeter und eine Sache für den Kapitän: Marius Ebbers verwandelt sicher oben rechts (61.).

Das Toreschießen geht munter weiter, Ebbers per Seitfallzieher (71.) und als Abstauber nach Vorlage von Schultz (72.) und Daube (89.) schraubt sein persönliches Konto in die Höhe. Aber auch Markus Thorandt per Kopf nach einer Kruse-Ecke (85.), Takyi mit einer schönen technischen Einlage im Strafraum (88.) und zwei Mal Kruse (76., 90.) stellen den Endstand von 25 Treffern zusammen.

FC St. Pauli: Pliquett - Lechner, Eger, Gunesch (ab 46. Thorandt), Kalla (ab 46. Naki) - Boll (ab 46. Schultz), Lehmann (ab 46. Daube) - Bruns (ab 46. Kruse), Ebbers, Hennings - Asamoah (ab 46. Takyi)

Tore: 0:1 Ebbers (7.), 0:2 Asamoah (8.), 0:3 Ebbers (9.), 0:4 Ebbers (11.), 0:5 Hennings (15.), 0:6 Kalla (17.), 0:7 Gunesch (19.), 0:8 Asamoah (20.), 0:9 Asamoah (23.), 0:10 Asamoah (30.), 0:11 Asamoah (34.), 0:12 Kalla (38.), 0:13 Bruns (39.), 0:14 Asamoah (41.), 0:15 Asamoah (45.), 0:16 Lechner (51.), 0:17 Ebbers (FE., 61.), 0:18 Hunecke (ET., 70.), 0:19 Ebbers (71.), 0:20 Ebbers (72.), 0:21 Kruse (76.), 0:22 Thorandt (85.), 0:23 Takyi (88.), 0:24 Ebbers (89.), 0:25 Kruse (90.)