Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern ist mit vier Zählern aus den ersten beiden Punktspielen und dem Einzug in die 2. Pokalrunde passabel in die neue Saison gestartet. Nun wartet am Sonntag mit Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig ein weiterer schwerer Gegner auf die roten Teufel. Vor dem Hit gegen die Niedersachsen sprach FCK-Stürmer Srdjan Lakic mit bundesliga.de.

bundesliga.de: Srdjan Lakic, die ersten drei Pflichtspiele der neuen Saison sind gespielt. Wie ist der Start einzuordnen?

Srdjan Lakic: Wir können mit dem Start zufrieden sein. Ich denke, dass die ersten Spiele ganz gut für uns gelaufen sind. Wir sind im Pokal weiter und haben vier Punkte aus zwei Spielen geholt. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir oben dran bleiben.

bundesliga.de: Wie gut harmoniert die neue Mannschaft bereits?

Lakic: Die Mentalität ist gut, die Atmosphäre und der Teamgeist stimmen. Das hat man in den ersten Spielen schon gesehen. Sicherlich können wir uns spielerisch noch verbessern. Aber ich sehe die Entwicklung positiv. So muss es weitergehen. Es ist normal, dass wir jetzt noch nicht in Bestform sind. Wir sind aber auf dem richtigen Weg.

bundesliga.de: Wie zufrieden sind Sie mit Ihren persönlichen Leistungen?

Lakic: Im Pokalspiel habe ich eine Pause bekommen. In den Punktspielen lief es gut, ich habe zwei Tore gemacht. Auch in der Vorbereitung habe ich oft getroffen. Meine Form kommt wieder. Das freut mich. Ich werde in den nächsten Spielen noch besser. Mein Ziel ist, in der Saison stabil meine Leistung zu bringen und gute Spiele abzuliefern.

bundesliga.de: Sie sagen, dass Ihre Form wieder kommt. Sie haben in den letzten drei Jahren schwere Zeiten durchgemacht, häufig den Verein gewechselt. Jetzt sind Sie seit Januar wieder zurück in der Pfalz. Ist der FCK so ein bisschen Ihre fußballerische Heimat, in der Sie sich am wohlsten fühlen?

Lakic: So sieht es aus. Ich hatte auch bei den anderen Vereinen gute Phasen, aber dann hat mich immer etwas gebremst oder gestört. Ich konnte nie richtig auf dem Level bleiben. Beim FCK läuft es andersherum. Ich finde meine Form und Kontinuität wieder. Das fehlte mir vorher. Wenn ich das erreiche, werde ich zufrieden sein.

bundesliga.de: Wie gut hat dann so ein Spiel wie die Partie gegen 1860 München getan, in der Ihnen zwei Tore gelungen sind?

Lakic: Vor den eigenen Fans zwei entscheidende Tore zu machen, in einem Spiel in dem wir mit einem Mann weniger und bei 0:2-Rückstand eigentlich unterlegen waren, war sehr wichtig für mich. Das hat mich und auch die Mannschaft mehrere Schritte nach vorne gebracht. Den Weg müssen wir jetzt weitergehen. Wir wollen in den nächsten Spielen die nächsten Schritte machen.

bundesliga.de: Der Konkurrenzkampf im Angriff ist beim FCK groß. Glauben Sie, dass der Trainer Kosta Runjaic auf Sie setzt? Wie ist Ihr Verhältnis zu ihm?

Lakic: Die Zusammenarbeit läuft ideal. Wir verstehen uns in der Mannschaft wirklich sehr gut, das habe ich in meiner Karriere selten erlebt. Das sollte uns helfen, dass wir auf dem Platz besser spielen.

bundesliga.de: Am Sonntag kommt es zum Topspiel des FCK gegen Eintracht Braunschweig. Der Bundesliga-Absteiger ist ebenfalls gut in die Saison gestartet. Wie stark schätzen Sie den Gegner ein? Wie müssen Sie die Partie angehen, um die Eintracht  zu schlagen?

Lakic: Jedes Spiel ist schwer. Braunschweig ist eine Mannschaft, die Qualität hat. Sie waren vor kurzer Zeit noch in der Bundesliga und haben da eine gute kämpferische Rolle gespielt. Jetzt haben sie auch Ambitionen oben mitzuspielen. Wir müssen diese Mannschaft bekämpfen. Unser Ziel ist, das Spiel zu gewinnen. Darauf konzentrieren wir uns und dafür werden wir alles geben.

bundesliga.de: Das Saisonziel in Kaiserslautern wurde etwas bescheidener formuliert als im Vorjahr. Der Aufstieg ist kein Muss, aber man will schon oben mitspielen. Was trauen Sie der Mannschaft zu?

Lakic: Ich versuche, in der Gegenwart zu leben. Das ist entscheidend. Gegenwart heißt das nächste Spiel. Es gibt keine einfachen Spiele in der 2. Bundesliga. Jeden Sieg muss man sich hart erarbeiten. Wir müssen wie gesagt Schritt für Schritt gehen. Wir haben sicher gute Chancen oben dabeizusein. Und dann hat man auch die Gelegenheit, am Ende etwas zu erreichen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski