Frankfurt/Main - Die Spannung steigt: Am Samstag (7. August) spielen Schalke und die Bayern um die erste Trophäe der Saison - den Supercup. Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball spricht darüber im bundesliga.de-Interview.

bundesliga.de: Herr Dr. Rauball, warum hat der Ligaverband den Supercup nach 14 Jahren wieder eingeführt?

Dr. Reinhard Rauball: Wir wollen damit an eine Tradition anknüpfen, die auch in vielen anderen europäischen Ländern äußerst populär ist. Die Fans können sich auf ein sportlich hochwertiges Gipfeltreffen freuen. Ich bin mir sicher, dass das Prestigeduell zwischen den beiden besten Mannschaften der Vorsaison begeistern wird.

bundesliga.de: Was macht den sportlichen Wert der Begegnung aus?

Dr. Rauball: Beim Supercup geht es um den ersten Titel der Saison. Das darf man nicht unterschätzen. Schließlich möchte jeder Trainer und jeder Spieler so viele Titel wie möglich gewinnen. Hinzu kommt: Der Supercup ist eine echte Standortbestimmung unter Wettbewerbsbedingungen kurz vor dem Bundesliga-Start.

bundesliga.de: Kein Wunder also, dass das Interesse am Supercup weit über die Landesgrenzen hinausgeht?

Dr. Rauball: In der Tat erfreut sich der Supercup auch international einer großen Popularität. Schon jetzt können wir sagen: Dieser neue Wettbewerb wird in annähernd 170 Ländern live übertragen. Dies hängt sicherlich auch mit der insgesamt gewachsenen Popularität des deutschen Profifußballs zusammen.

bundesliga.de: Erstmals profitiert auch die jetzt schon sehr umfangreiche Fanarbeit der Bundesliga direkt von einem Wettbewerb. Können Sie dies erklären?

Dr. Rauball: Aus dem Einnahmeüberschuss, den wir hoffentlich mit dem Supercup erzielen, werden wir einen größeren Betrag direkt für die Fanarbeit verwenden. Wir haben im Rahmen eines runden Tisches mit dem Bundesinnenminister, den Innenministerien der Länder und den Sicherheitsbehörden ein umfangreiches Maßnahmenpaket seitens der Liga vorgelegt. Diesen Zehn-Punkte-Plan setzen wir nun um. Die Einnahmen aus dem Supercup können dabei zur Finanzierung beitragen.

bundesliga.de: Welche persönlichen Erinnerungen verbinden Sie mit dem Supercup?

Dr. Rauball: Natürlich erinnere ich mich sehr gut an die Supercup-Erfolge von Borussia Dortmund in den neunziger Jahren, die ich als Fan verfolgt habe. Damals war Ottmar Hitzfeld Trainer des BVB. Sehr gut haften geblieben ist aber auch das Duell zwischen dem FC Bayern München und dem Hamburger SV 1987 - nicht nur wegen Uli Stein und "Kobra" Wegmann...

bundesliga.de: Was erwarten Sie vom Aufeinandertreffen am 7. August zwischen dem FC Bayern und Schalke 04?

Dr. Rauball: Ich erwarte ein spannendes Spiel, in dem beide Teams mit großem Einsatz um den ersten Titel der Saison kämpfen werden. Und ich könnte mir vorstellen, dass die Zuschauer auch den einen oder anderen Neuzugang sehen werden.