Zusammenfassung

  • Der SC Freiburg verlor nur eines der vergangenen elf Bundesliga-Spiele und baute mit dem Sieg seinen Vorsprung gegenüber Werder auf fünf Punkte aus.

  • Während Werder unter Florian Kohfeldt zu Hause noch ungeschlagen ist, gingen fünf der sieben Bundesliga-Gastspiele unter ihm verloren.

  • Zum zweiten Mal in dieser Saison bekam Freiburg zwei Strafstöße in einer Partie zugesprochen, im Gegensatz zum Spiel in Köln wurde dieses Mal aber einer vergeben.

Freiburg - Der Sport-Club Freiburg hat im Kampf gegen den Abstieg einen ganz wichtigen Dreier eingefahren. Gegen den SV Werder Bremen gewannen die Breisgauer mit 1:0 (1:0). Damit ist der Aufwärtstrend von Werder Bremen gestoppt. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge kassierten die Norddeutschen am 23. Spieltag der Bundesliga wieder eine Niederlage. Werder (23 Zähler) ist nun punktgleich mit dem Drittletzten 1. FSV Mainz 05. Die Freiburger haben hingegen fünf Punkte Vorsprung auf Werder.

FANTASY HEROES: Christian Günter und Nils Petersen (je 13 Punkte) / Robin Koch (12)

Der Ex-Bremer Nils Petersen traf per Foulelfmeter (24.) für die Freiburger, die seit sechs Partien zu Hause ungeschlagen sind und sich hartnäckig gegen die drohende 100. Heim-Niederlage ihrer Bundesliga-Historie wehren. Freiburgs Janik Haberer (88.) vergab mit einem verschossenen Foulelfmeter die Chance auf einen klareren Erfolg.

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Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwaldstadion passierte in den ersten zehn Minuten nicht allzu viel. Die Gastgeber waren deutlich offensiver ausgerichtet als die Bremer. Die Gäste waren zunächst um eine stabile Defensive bemüht.

Nils Petersen macht das 1:0 - der Stürmer trifft zum vierten Mal in dieser Saison vom Elfmeterpunkt
Nils Petersen macht das 1:0 - der Stürmer trifft zum vierten Mal in dieser Saison vom Elfmeterpunkt © imago / Jan Huebner

Das gelang nicht immer. Die Breisgauer waren aber nur im Ansatz gefährlich, vor dem Tor fehlte die Durchschlagskraft. Auf der Gegenseite trat der frühere Freiburger Max Kruse zunächst gar nicht in Erscheinung - insgesamt fand Werder in der ersten Viertelstunde offensiv nicht statt. Das Spiel hatte wenig Höhepunkte.

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"Als ich 18 war, habe ich davon geträumt, mal ein Bundesliga-Tor zu machen. Jetzt sind es 50, darauf bin ich stolz. Dass es auch zum Sieg gereicht hat, ist umso schöner." Nils Petersen (Kapitän Sport-Club Freiburg)

Das änderte sich schlagartig in der 24. Minute. Nach einem Foul des Bremers Aron Johannsson an Marco Terrazzino zeigte Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) auf den Punkt. Petersen verwandelte sicher. Trotz des Rückstands wachten die Bremer nicht aus ihrer Lethargie auf, Freiburg war dem zweiten Treffer nahe.

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"In der ersten Halbzeit waren wir grottenschlecht. In der zweiten war es besser, aber wir haben nicht die nötige Torgefahr ausgestrahlt." Max Kruse (Kapitän SV Werder Bremen)

Nach dem Seitenwechsel wurde Werder nur unwesentlich besser. Die Gäste hatten zwar eine höhere Ballbesitz-Quote, viel mehr als ein Distanzschuss von Ludwig Augustinsson (50.) kam dabei aber nicht heraus. Freiburg stand tief in der eigene Hälfte, ließ kaum etwas zu und lauerte auf Konter. Auch nach 70 Minuten verbuchten die Bremer noch keine hochkarätige Chance.

SID

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Spieler des Spiels: Nils Petersen

Nils Petersen verwandelte auch seinen vierten Strafstoß dieser Bundesliga-Saison, erzielte damit sein 50. Bundesliga-Tor und stellte mit seinem elften Treffer dieser Spielzeit seinen persönlichen Saisonrekord ein (2012/13 für Werder).

Bilder des Spiels

Philipp Bargfrede ist vor Janik Haberer am Ball
Philipp Bargfrede ist vor Janik Haberer am Ball © imago / Nordphoto
Luftduell zwischen Aron Johannsson und Marco Terrazzino
Luftduell zwischen Aron Johannsson und Marco Terrazzino © imago / Nordphoto
Viele Zweikämpfe im Mittelfeld - wie hier zwischen Amir Abrashi und Maximilian Eggestein
Viele Zweikämpfe im Mittelfeld - wie hier zwischen Amir Abrashi und Maximilian Eggestein © imago / Nordphoto
Lucas Höler wird an der Außenlinie noch gestoppt
Lucas Höler wird an der Außenlinie noch gestoppt © imago / Beautiful Sports