Zusammenfassung

  • Der SC Freiburg setzte seine Erfolgsserie fort und ist nun seit sieben Partien ungeschlagen (vier Siege, drei Remis), so lange wie aktuell keine andere Mannschaft.

  • Freiburg gewann zum dritten Mal in dieser Saison nach einem Rückstand, das gelang keinem Team häufiger. Leipzig verlor erstmals in dieser Spielzeit nach einer Führung.

  • Freiburg erzielte neun seiner letzten elf Tore nach Standards, davon fünf nach Ecken.

Freiburg - Der Sport-Club Freiburg hat seine starke Serie weiter ausgebaut. Gegen Vizemeister RB Leipzig siegten die Breisgauer in einer kampfbetonten Partie mit 2:1 (0:0). Die Freiburger feierten damit das siebte Spiel nacheinander ohne Niederlage. Leipzig hingegen gelang zum fünften Mal in Folge kein Sieg in der Fremde.

FANTASY HEROES: Robin Koch (12 Punkte) / Christian Günter (12) / Lucas Höler (11)

Nationalspieler Timo Werner erzielte mit seinem insgesamt neunten Tor gegen den SC die Leipziger Führung (66.). Janik Haberer (72.) und Robin Koch (76.) drehten das Spiel mit einem Doppelschlag.

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In der Anfangsphase wurde den 23.700 Zuschauern nur wenig Unterhaltung geboten. Die Gäste waren zunächst das aktivere Team, das sich mehr um ein geordnetes Offensivspiel bemühte. Die Freiburger Abwehr hielt aber mit viel Selbstvertrauen dagegen. In der Hinrunde hatte der Sport-Club nur einmal im heimischen Schwarzwald-Stadion verloren, am 4. November gegen Schalke 04 (0:1).

Freiburg jubelt - wieder haben die Breisgauer nach einem Standard zugeschlagen
Freiburg jubelt - wieder haben die Breisgauer nach einem Standard zugeschlagen © gettyimages / Michael Kienzler

Der stabilen Abwehr geschuldet, konnte die Freiburger Offensive in den ersten 20 Minuten kaum Akzente setzen, im weiteren Spielverlauf steigerte sich das Team von Coach Christian Streich aber. Allerdings mussten die Gastgeber früh auf Stammtorwart Alexander Schwolow verzichten, der sich bei einem Zusammenprall mit Jean-Kevin Augustin verletzte (20.) und kurz darauf ausgewechselt werden musste (27.).

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"Wir wussten, dass wir unsere Chancen kriegen, wenn wir hinten gut stehen. So darf es gerne weitergehen." Amir Abrashi (Sport-Club Freiburg)

Ersatzmann Rafal Gikiewicz wurde aber erst in der 45. Minute geprüft, als er gegen Augustin zur Stelle war. Viel mehr hatte RB in der ersten Halbzeit nicht zu bieten. Freiburg war der Führung vor dem Pausenpfiff sogar näher: Leipzigs Torwart Peter Gulacsi zeichnete sich mit einer Glanzparade bei Lucas Hölers Direktabnahme aus (33.), auch die Schüsse von Christian Günter (42. und 45.) waren gefährlich.

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"Die Niederlage ist sehr bitter! Es ist ärgerlich, dass die Gegentore wieder nach Standards gefallen sind, aber wir müssen nach vorne schauen!" Peter Gulacsi (Torwart RB Leipzig)

In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste bei einsetzendem Regen mutiger aus der Kabine. Werner scheiterte zunächst im Strafraum an Gikiewicz (52.). Freiburg verteidigte weiter mit allen Kräften. Dann schlug Werner mit einem Alleingang eiskalt zu. Doch Freiburg schlug zurück und drehte mit zwei Toren nach Ecken innerhalb von vier Minuten die Partie. Damit hat Freiburg von den letzten elf Toren neun nach Standards erzielt.

SID

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Spieler des Spiels: Christian Günter

Christian Günter war per Eckball an beiden Freiburger Toren gegen Leipzig beteiligt. Der Linksverteidiger war aber nicht nur wegen seiner Standards der auffälligste Mann auf dem Platz; auch aus dem Spiel heraus kurbelte Günter unermüdlich die Offensive an und war an sieben der neun SC-Torschüsse beteiligt.

Bilder des Spiels

Caglar Söyüncü setzt sich gegen Timo Werner durch
Caglar Söyüncü setzt sich gegen Timo Werner durch © imago / Jan Huebner
Freiburgs Keeper Alexander Schwolow muss nach 27 Minuten verletzt raus
Freiburgs Keeper Alexander Schwolow muss nach 27 Minuten verletzt raus © gettyimages / Michael Kienzler
Augustin hat die große Chance, scheitert aber an Gikiewicz
Augustin hat die große Chance, scheitert aber an Gikiewicz
Gulasci rettet Leipzig in der ersten Hälfte mit einer Glanzparade gegen Höler
Gulasci rettet Leipzig in der ersten Hälfte mit einer Glanzparade gegen Höler © imago / Picture Point