Zusammenfassung

  • Der SC Freiburg blieb erstmals im Kalenderjahr 2017 vier Spiele in Folge ungeschlagen und holte daraus tolle zehn Punkte.

  • Freiburg verlor keines der letzten zehn Bundesliga-Heimspiele gegen Mönchengladbach und gewann acht davon!

  • Freiburg war mit 23:6 Torschüssen im Abschluss und mit 54 Prozent gewonnenen Zweikämpfen das energischere Team.

Freiburg - Der Sport-Club Freiburg hat mit dem zweiten Sieg binnen 55 Stunden seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und Borussia Mönchengladbach damit den Sprung auf Tabellenplatz zwei verwehrt. Am 16. Spieltag der Bundesliga bezwang die Mannschaft von Trainer Christian Streich die favorisierten Gäste mit 1:0 (1:0) - zehn Punkte aus den vergangenen vier Spielen sind für Freiburg eine traumhafte Ausbeute.

FANTASY HEROES: Nils Petersen (13 Punkte) / Alexander Schwolow (12) / Janik Haberer und zwei andere (11).

Nils Petersen (20.) erzielte die Freiburger Führung mit einem verwandelten Foulelfmeter, den Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) erst nach Absprache mit seinem Videoassistenten gegeben hatte. Der Freiburger Torjäger war bereits am Sonntag mit drei Toren beim Last-Minute-Sieg in Köln der entscheidende Mann gewesen.

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Bereits vor Petersens Treffer hatte sich abgezeichnet, dass die Partie für die Gladbacher kein Spaziergang würde - was nicht nur an der verspäteten Ankunft der Gäste im Schwarzwald-Stadion lag. Zwar gehörten den Gladbachern vor 23.800 Zuschauern noch die ersten Minuten, in denen sie mit deutlich mehr Ballbesitz eine Art Powerplay aufzogen. Die Freiburger, die mit einer geschickten Raumaufteilung und zwei eng stehenden Viererketten verteidigten, lösten sich dann allerdings relativ schnell aus dieser Umklammerung.

Reece Oxford feiert sein Debüt in der Startelf der Gladbacher
Reece Oxford feiert sein Debüt in der Startelf der Gladbacher © gettyimages

Eine erste Folge davon war der Fernschuss von Tim Kleindienst (15.), der an die Latte krachte. Als kurz danach Petersen traf, stärkte das die Freiburger Zuversicht und Bereitschaft endgültig. Die Gastgeber blieben in der Folge die bessere, weil entschlossenere Mannschaft.

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"Wir haben die Euphorie aus Köln mitgenommen und die Kräfte für dieses Spiel gebündelt. Das fühlt sich richtig, richtig gut an. Das war ein brutal wichtiger Sieg für uns. Wir haben begeisternden Fußball gespielt und verdient gewonnen." Nils Petersen, Sport-Club Freiburg

Und sie hätten gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit noch höher führen müssen. 29 Sekunden waren nach dem Wiederanpfiff gespielt, als Petersen den Ball an die Latte schlenzte. Wenige Augenblicke später zwang Kleindienst mit seinem Kopfball Gladbachs Keeper Yann Sommer zu einer Glanztat, der sich in der 53. Minute im Duell mit Janik Haberer erneut auszeichnete.

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"Wir haben leider nie richtig in das Spiel gefunden und müssen anerkennen, dass Freiburg am heutigen Abend einfach besser war." Matthias Ginter, Borussia Mönchengladbach

Die Gladbacher, die im Breisgau zuletzt am 23. März 2002 gewonnen hatten, kamen indes weiterhin nur schwer in die Gänge. Die zahlreichen Ballverluste spielten den Gastgebern zudem in die Karten, die mit ihren überfallartigen Angriffen vermehrt eine mögliche Vorentscheidung hätten herbeiführen können. Auf der anderen Seite besaß der eingewechselte Raffael (69.) die erste echte Chance der Gladbacher.

SID

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Spieler des Spiels: Nils Petersen

Nils Petersen sorgte für die nächsten Punkte des SC und wieder tat er dies vom Punkt. Nach zwei verwandelten Elfmetern in Köln war er auch diesmal sicher und erzielte sein sechstes Saisontor. Nur 2012/13 für Bremen traf Petersen zuvor so oft in einer Hinrunde (sieben Mal). Der Angreifer gab insgesamt fünf Torschüsse ab, nur der Kollege Tim Kleindienst mehr (sieben).

Bilder des Spiels

Petersen tritt zum Elfer an und verwandelt sicher - sein dritter in den letzten beiden Spielen
Petersen tritt zum Elfer an und verwandelt sicher - sein dritter in den letzten beiden Spielen © gettyimages / Scheuber / Bongarts
Marco Terrazzino zieht in den Strafraum und zieht ab. Matthias Ginter kommt zu spät
Marco Terrazzino zieht in den Strafraum und zieht ab. Matthias Ginter kommt zu spät © gettyimages / Scheuber / Bongarts
Janik Haberer im Laufduell mit Zakaria
Janik Haberer im Laufduell mit Zakaria © gettyimages / Kienzle / AFP
Nils Petersen setzt sich im Kopfballduell gegen Reece Oxford durch
Nils Petersen setzt sich im Kopfballduell gegen Reece Oxford durch © gettyimages / Kienzle / AFP